Wertschätzung für die ältere Generation
Viel wurde in den vergangenen Wochen über das Ticketsystem Venda im öffentlichen Verkehr geschrieben. Es geht dabei um die Frage, ob dieses digitale Bezahlsystem die Barzahlung von Busbilletten vollständig ablösen darf. Aus Sicht von Effizienz und Kosten scheint die Antwort klar: Barzahlung ist zeitaufwändig und kann zu Verzögerungen im Arbeitsablauf führen. Letztlich geht es bei dieser Diskussion jedoch um etwas viel Wichtigeres: Es geht um Würde, es geht um Respekt und Wertschätzung gegenüber älteren Menschen, die unser Land mit aufgebaut, hart gearbeitet und ihr Leben lang Steuern bezahlt haben. Und die nicht mehr in die digitale Welt einsteigen können oder wollen – was ihr gutes Recht ist. Sie deshalb zu diskriminieren, ist schlichtweg beschämend.
Ich erinnere mich an einen kürzlichen Beitrag in der «Rundschau», in dem es um das Bundesasylzentrum «Les Verrières» im Neuenburger Jura ging. In diesem Zentrum leben notorisch kriminelle Asylbewerber. Trotz ihres langen Strafregisters kommen sie dort in den Genuss eines vielfältigen Freizeit- und Beschäftigungsprogramms sowie einer grosszügigen medizinischen Betreuung. Und selbstverständlich wird auch auf ihre spezifischen kulinarischen Bedürfnisse Rücksicht genommen. Zusammen mit den aufwändigen Sicherheitsmassnahmen verursacht diese Rundumbetreuung Kosten von mehreren zehntausend Franken pro Bewohner und Monat.
Es geht mir nicht darum, betagte Menschen und kriminelle Asylbewerber gegeneinander auszuspielen. Aber ich frage mich schon: Wieso sind wir als Gesellschaft bereit, Millionen von Steuerfranken für die Bedürfnisse von Menschen auszugeben, die unsere Gesetze ständig brechen und unsere Grundwerte verachten. Und warum sind wir gleichzeitig so knauserig und kleingeistig, wenn es um die Bedürfnisse von Menschen im Herbst ihres Lebens geht, die so viel für unser Land getan haben?
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Ich fordere im ÖV Zahlung…
Ich fordere im ÖV Zahlung mit Bargeld muss möglich sein für alle, insbesondere Kinder, Alte und weitere Vulnerable.
Ich bin gegen Luxus für straffällige Asylbewerber:
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/bundesasylzentrum-ende…
Bravo, Kurt Brändli:
Ich erinnere mich an einen kürzlichen Beitrag in der «Rundschau», in dem es um das Bundesasylzentrum «Les Verrières» im Neuenburger Jura ging. In diesem Zentrum leben notorisch kriminelle Asylbewerber. Trotz ihres langen Strafregisters kommen sie dort in den Genuss eines vielfältigen Freizeit- und Beschäftigungsprogramms sowie einer grosszügigen medizinischen Betreuung. Und selbstverständlich wird auch auf ihre spezifischen kulinarischen Bedürfnisse Rücksicht genommen. Zusammen mit den aufwändigen Sicherheitsmassnahmen verursacht diese Rundumbetreuung Kosten von mehreren zehntausend Franken pro Bewohner und Monat.
Um die Einheimischen müsste…
Um die Einheimischen müsste sich der Staat kümmern:
https://www.youtube.com/shorts/mzwUlFR4rLg
Es geht definitiv nicht…
Es geht definitiv nicht darum, betagte Menschen und kriminelle Asylbewerber gegeneinander auszuspielen. Aber warum wird es dann getan?
Somit zurück zum Kernanliegen: ÖV für alle. Eine kurze Analyse der Sachlage würde nicht schaden. Es gibt mehrere Gruppierungen mit zum Teil gegensätzlichen Anliegen, die sich nur schwer unter einem Dach vereinen lassen.
Erste Gruppe: die überwiegende Anzahl der Passagiere, die mit dem bisherigen System zufrieden sind und sich wünschen, pünktlich und sicher von A nach B transportiert zu werden.
Die zweite Gruppe sind Passagiere, die nicht in der Lage sind, mit modernen Mitteln Billette im Voraus zu lösen, bzw. Passagiere, die nicht gewillt sind, neue Technologien zu verwenden (z. B. zum Schutz der Anonymität).
Dritte Gruppe: die Busfahrer. Sie möchten den Zeitplan einhalten, sicher fahren und sich nicht mit Bargeld und Kassen beschäftigen.
Für die zweite Gruppe gäbe es eine einfache Lösung: Prepaid-Karten. Dieses System ist in der Gastrobranche bekannt und funktioniert einwandfrei. Der Fahrgast kauft völlig anonym eine Prepaid-Karte in einem Einkaufsladen. Diese Karte ist mit einem Geldbetrag, beispielsweise 50 CHF oder 100 CHF, aufgeladen. Beim Einsteigen in den Bus muss der Fahrgast die Prepaid-Karte an den vorhandenen Kartenleser halten. Nun muss er noch das Fahrziel angeben und der Kartenleser bucht den zu bezahlenden Betrag von der Karte ab. Der Fahrgast sieht den Restbetrag am Kartenleser.
Das Schweizer Transportwesen ist eine Erfolgsgeschichte und muss erhalten bleiben.
"Anonyme Prepaid-Karten" im…
"Anonyme Prepaid-Karten" im ÖV?
In Postautos, Stadtbussen, Trams, SBB, anderen Bahnen?
1.) Wo existiert das?
2.) Gegenüber Bargeld der Nachteil, dass Arme den ÖV kreditieren müssten.
3.) Früher funktionierte der ÖV mit Bargeld auch. Das Argument "Chauffeur hat keine Zeit für Münz" gilt nicht. Motto: "Nimm dir Zeit und nicht das Leben".
Danke, Kurt Brändli, für…
Danke, Kurt Brändli, für Ihren intelligenten Fingerzeig und Vergleich zwischen "solchen (Einheimischen) und solchen ("Flüchtlingen/Gästen", die als "Dank" zu den Luxuskosten teils mutwillig Schaden verursachen) Menschen".
Ich finde, in der Schweiz herrscht allgemein Täterschutz und Opferschutzlosigkeit. Dass die Schweiz mit Abstand Europameister im Mobbing ist, passt dazu wie die Faust aufs Auge auch aller anderen Opfer-Kategorien.
Dass es Leute wie Zogg gibt, die die Wahrheit mit Fremdenfeindlichkeit verwechseln (etwa mit einem Totschlagargument-Wort wie "Verschwörungstheoretiker" zu canceln versuchen), ist bekannt.
Wir können die immer grösseren und drängenderen Probleme in der Schweiz und auf der Welt nur lösen, wenn wir sie erkennen und offen diskutieren, falls sie sich überhaupt noch heilen lassen. Kontraindiziert sind jedenfalls Tabus, Redeverbote und "Sanktionen", wie sie für die EU und deren "Herkunft" USA typisch sind. Diese verhalten sich nämlich nicht nur "fremdenfeindlich", sondern "menschenfeindlich".
Klar, dass dieses tatsächliche Problem von gewissen "selbsternannten Moralaposteln" nicht angeprangert oder gar ins Zentrum der Gegenwehr gestellt wird, wo es hingehören würde.
Jean-Marie Zogg behauptet…
Jean-Marie Zogg behauptet hier grossspurig:
"Dafür gibt es viele Lösungsmöglichkeiten."
Ich schreibe:
Weder die ÖV-Anbieter, noch die Zeitung, zeigt eine "Lösung". Und die erfreulich vielen und gescheiten Leserbriefe sehen keine andere Lösung für Digitalallergiker als die Beibehaltung des Jahrtausende bewährten Bargeldes. Für Datenschutz, für Inklusion und Einfachheit, für Motorik und Sozialkontakte, zum STROMSPAREN (und funktioniert auch bei Stromausfall und IT-Absturz, und damit die Banken/Staat NICHT Negativzinsen erzwingen können. Etc.
Ich wette, Zogg hat KEINE Lösung dafür, schon gar nicht im Plural.
Sie handeln genau entgegen…
Sie handeln genau entgegen ihrer Behauptungen. Sie spielen zwei verschiedene Sachlagen gegeneinander aus. ÖV und Asylrecht haben in diesem Zusammenhang nichts zu suchen. Dass das Bezahlen im ÖV für alle möglich sein soll, ist selbstverständlich. Dafür gibt es viele Lösungsmöglichkeiten.
Aber das Bezahlproblem jetzt auf Fremdenfeindlichkeit zu schieben, ist sehr fragwürdig und führt zu nichts.
Falsch Herr Zogg! Der Mörder…
Falsch Herr Zogg! Der Mörder ist immer der Gärtner.