"Postauto"
Mit grosser Bestürzung habe ich den Kommentar der Journalistin Pierina Hassler gelesen.
Sie schreibt wortwörtlich zur rein digitalen Bezahlung: "Es geht um schnellere Abläufe, Sicherheit für das Personal und Kosteneffizienz."
Wer mit älteren oder behinderten Menschen arbeitet weiss, dass dies nicht mit Frau Hasslers Prioritätenliste vereinbar ist.
Im Alter sehen und hören viele Menschen schlechter, die Feinmotorik sowie das Gehen fällt schwerer, alles verlangsamt sich und benötigt dementsprechend mehr Zeit.
Wird das Billet beim Chauffeur bezogen handelt es sich zudem um einen Menschen, der mit viel Herzblut seine Arbeit ausübt und ein persönliches Wort wechselt, was durch die digitale Bezahlform niemals möglich ist. Hier in den Bergen kennt man die Buschauffeure persönlich, die mit Herz, Kopf und Hand arbeiten und einen ausgezeichnetetn Job machen.
Die Petition haben 8078 Menschen unterschrieben denen es bewusst ist, was solch eine einschneidende Massnahme in die Autonomie bedeutet. Es betrifft ältere Menschen, Behinderte, Kinder oder Personen, die nicht ihr ganzes Leben durch einen elektronischen Fussabdruck aufzeichnen lassen möchten. Alle, die digital bezahlen möchten können dies weiterhin machen. Es ist von grosser Wichtigkeit, dass jeder Mensch selber die Möglichkeit hat zu entscheiden, was für eine Bezahlform er wählen möchte, was momentan nicht mehr der Fall ist. Solidarität ist gefragt.
Frau Hassler möchte 8078 Personen an die Hand nehmen und sie in Schulungen schicken.
Wenn dies nicht diskriminierend ist...
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►Qualitätsjournalistin…
►Qualitätsjournalistin Pierina Hassler findet den Digitalzwang (um überhaupt noch ÖV fahren zu dürfen, obwohl ÖV nötig für Nichtautofahrende) "Fortschritt" (unstoppable) und "nicht diskriminierend".
2 + 2 = 22
https://www.youtube.com/watch?v=Zh3Yz3PiXZw (Audiotrack English/US wählen)
►Ich finde, dass Digitalzwang diskriminiert, ausgrenzt, ausschliesst (exkludiert). Also das Gegenteil von INKLUSION.
►Herzlichen Dank, Agnes Caderas.
Folgende SBB-Verlautbarung klingt kopfstehend:
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am 9. Juli 2025 hat den Standbericht zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) mit Stand Ende 2024 publiziert.
Die SBB hat bereits über eine Milliarde Franken investiert, um ihre Bahnhöfe und Züge, die Kundeninformation sowie ihre Dienstleistungen hindernisfrei zu machen. Und doch ist sie nicht am Ziel: 484 von 764 Bahnhöfen waren barrierefrei umgebaut – das sind 20 mehr als Ende 2023.
►Das Grundproblem sehe ich darin, dass Behinderung/Barriere ich in Medien oder wenn ich Personen im Alltag frage, ausschliesslich mit Rollstuhl/-gängigkeit gleichgesetzt wird.
Individuell Benötigtes (Essentials) wird verweigert von Umwelt (vergleiche Artensterben).
Neben Digitalzwang weitere Beispiele:
WOHNEN:
Reize (Immissionen) wie Lärm, Luftschadstoffe und Licht oder Elektrosmog als Barrieren.
Behinderung EINZIG mit Rollstuhl gleichsetzen ist Diskriminierung aller anderen, schwerer und zahlreicher Betroffenen.
- Bundesamt: "Lärm macht krank. Gewöhnung nicht möglich."
- DIE ZEIT (1967) titelte: "Lärm - Folter unserer Zeit" (Dr. Theo Löbsack)
- NZZ nannte es "Akustische Gewalt"
- Ein Beobachter-Rechtsanwalt sprach von Körperverletzung (Lärm einer Mieterin gegen eine schwerkranke Mieterin).
►ABZ Allgemeine Baugenossenschaft Zürich Gertrudstrasse 103 8003 Zürich 044 455 57 57 info@abz.ch Lautes Stampfen durch die Wohnung, Telefongespräche auf dem Balkon oder Musik mitten in der Nacht: Lärm ist in der Nachbarschaft Konfliktgrund Nummer eins. Ringhörige Wohnungen können das Problem zusätzlich verstärken.
Während man beim ausgelassenen Geburtstagsfest schon mal ein Auge zudrückt, kann permanenter Alltagslärm von Nachbarinnen und Nachbarn zur Belastung werden.
«Von den rund 50 Konflikten, die wir 2019 bearbeitet haben, entstanden deutlich mehr als die Hälfte aufgrund von Lärm», fasst Katharina Trost von der Mieterberatung der ABZ zusammen.
►Annalies Dürr, Stiftung Domicil (Zürich):
«Fast die Hälfte aller Beratungsgespräche von Domicil drehen sich um Lärmprobleme in der Nachbarschaft.» [Beobachter 21.10.2005]
►Beobachter 2000:
https://wohnen.webnode.page/information/
«Koalition der Lärmgeplagten»
«Schaffung von Ruhereservaten»
►Für eine ruhigere Wohnung würden 54 Prozent der Befragten einen höheren Mietzins bezahlen – in der Regel zwischen 200 und 500 Franken mehr pro Monat.
►Die wenigsten Lärmopfer handeln. 62 Prozent der von Lärm geplagten Personen geben an, nichts unternommen zu haben. Die Gründe sind laut Alexander Lorenz unerforscht: «Ob dieses 'Nicht'-Verhalten als Hilflosigkeit, Gleichgültigkeit oder Resignation zu interpretieren ist, bleibt offen.» Dieser Artikel erschien vor 25 Jahren. Wurde es seither besser oder schlimmer?
►Ich fordere Schutzwohnen für Vulnerable ("Nationalpark für Menschen") und habe das Projekt "Vorbild für die Welt zweck Aha- und Dominoeffekt" (wäre auch Paradies für Flora, Fauna) auf Papier ausgearbeitet. Bloss die Verwirklichung kann ich nicht alleine, wer packt mit an?
Es interessiert die…
Es interessiert die Entscheidungsträger immer weniger, was wir wollen. Wir sollen uns der Weltwirtschaft unterordnen. Menschen werden durch Maschinen ersetzt. Es ist noch gar nicht so lange her, da sagte irgendein SBB-Sprecher, dass wahrscheinlich bis 2035 die Billettautomaten abgeschafft sein würden. Die Generation, die sowas benötige, sei bis dahin ausgestorben. Man hofft also, dass ältere Menschen bald sterben, oder wie soll man das verstehen?