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Annäherung an EU und Nato

Es gibt sie, die, die sich enthusiastisch für eine Annäherung an die EU und die Nato stark machen. Es gibt aber auch die, die aus Distanz das Ringen, Winden, Davonschleichen, und die Hinterhältigkeit von Mitgliedern beider Organisationen beobachten. Man will uns schmackhaft machen, wir sollten mit diesen beiden Organisationen eine engere Bindung eingehen. Es sei für uns unumgänglich und zwingend. Was denn, wenn bei beiden "Bündnissen" die jetzigen Mitgliedstaaten alles andere als eine enge Verbindung untereinander haben und laufend und zu jedem Entscheid ausscheren, so ist eine engere Zusammenarbeit der Schweiz mit Sicherheit ein Wunschdenken derer, die sich später als die Geprellten beklagen. Glaubt denn wirklich jemand, dass EU und Nato noch länger als ein paar Jahre überdauern. Glaubt wirklich jemand, dass die EU und/oder Natomitglieder der Schweiz in der Not beisteht. Sie helfen einander ja nicht einmal jetzt.

Theo Hess
20.12.25 - 17:33 Uhr
Leserbrief
Ort:
Landquart
Zum Artikel:
EU- und Nato-Annäherung oder endlich an sich selber glauben.
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Grundsätzlich sind Länder schön. Es ist gar nicht möglich, eines als schönstes zu erklären. Putin ist Russland in jeder Hinsicht abträglich. Ein "europäisches Volk" gibt es auch nicht. Das ist eine Bevölkerung aus vielen Völkern. Landraub: was die Petersburger Trolle über RT u.a. verbreiten, wird zu Recht als Tatsachenverdrehung und Lügen entlarvt.

Felix Jäger verbreitet hier eine Tatsachenwidrigkeit nach der anderen, behauptet zudem "Petersburger Trolle". Kopfstehend.
Beispiel: Nachdem Leute wie Milliardär Michail Chodorkowski zugunsten USA, und via USA-Jelzin (für dessen letzte Wahl extra ein Wahlkampfteam aus USA einflog) Russland praktisch ruiniert hatten, war es das Wunder Putin, der die Ladenregale wieder füllte, die Renten zahlte, das Land hochbrachte (welches praktisch schuldenfrei ist im Gegensatz zum heillos überschuldeten Westen). Ich betrachte Putin als Picasso, wenn man weiss, was er zu Stande brachte.
Heute kann man sich, zum Glück, abseits des Mainstreams, fortbilden (aber genau das wollen EU und deren Fans in Kommentarspalten verhindern), faszinierend Dokus über Russland, die ich für WAHR und überprüfbar halte im Gegensatz zu den Behauptungen von Jäger-Zogg und Co.

Ich hatte vor 45 Jahren ähnliche Auseinadersetzungen mit damaligen Kremlhörigen. Die waren einfach am anderen Ende des politischen Spektrums anzusiedeln. Auch damals hatte der Kreml-Geheimdienst seine Finger in der westlichen Rüstungs- und Friedensdebatte. Was Wolfgang Reuss von sich gibt, konnte man damals im "Vorwärts" der PdA lesen. Heute werden die kopfstehenden von der Petersburger Troll-Armee verbreitet. Darüber kann man hier und in den im Artikel verlinkten Quelle lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Troll-Armee
Am besten hält man sich bei aktiven Fünften Kolonnen an die "Mainstreammedien", die immer weniger Mainstream, dafür aber seriös sind. Das hat sich schon 1933/45 bewährt mit BBC und Radio Beromünster und Ende 70er, Anfang 80er mit RIAS, DLF und SRG.

„Mit etwas Hilfe von meinen Freunden“ – so sangen es die Beatles zur Zeit des Kalten Krieges. Es war ein ideologischer Krieg zwischen dem Westen und Russland. Russland hatte den Eisernen Vorhang erfunden und fallen gelassen.
Heutzutage hat die Schweiz nicht mehr viele Freunde in der freien Welt. Sie gilt als kaltherzige Nation, die nur auf Eigennutz und Profit ausgerichtet ist. Stichworte: Geldwäscherei, Banken für Diktatoren, Umgehung und Verhinderung von beschlossenen Sanktionen gegen Aggressoren.
Wir brauchen Freunde, um unsere Freiheit zu bewahren, und diese Freunde sind nicht zwischen Eisernem Vorhang und Ural zu finden. Eine gute Nachbarschaft mit den umliegenden Ländern genügt. Und wie bei einer echten Freundschaft braucht es Toleranz. Gute Verträge basieren auf Geben und Nehmen. Ohne Freunde wird es kalt.

"Freunde" wie von der Leyen, Kallas, Selenski (der vor seiner Wahl 2019 Frieden versprach, deswegen gewählt wurde, aber das Gegenteil tat) und die USA (Nordstream sprengen und Russlands finanz- und umwelt-freundliches Pipelinegas "ersetzen" durch äusserst umweltschädliches USA-Frackinggas zum x-fachen Preis) betrachte ich als geistig-moralischen Bankrott, als Feinde.

Die USA sind die NATO, während die europäischen Länder suizidale (eigene Beerdigung sogar noch bezahlende) unsouveräne Befehlsempfänger sind vom Oberkommando. So erging es bereits der damaligen "Nato" während des Genozids gegen die Indianer. Man könnte also aus der Historie lernen (wenn man lernfähig und -willig wäre) und aus der Logik.
Was soll das palästinensische Volk tun, das libanesische Volk, der Iran, Venezuela, Kuba, Grönland/Dänemark und alle (wir) anderen? Haben sie keine Menschenrechte? Ist USrael (der selbsternannte) Gott? Zählt bei gewissen Schweizern (und EU-lern) einzig die Hetze gegen die Opfer Russland und China? Very woke, isn't it.
Arme Welt!

Leider sind die westlichen Länder parteiisch, Herr Reuss. Während die einen Staaten (zu Recht) als brutale Aggressoren oder Diktatoren wahrgenommen werden, verzeihen wir anderen die grauenhaftesten Schandtaten und behaupten, sie hätten ein Recht auf Selbstverteidigung (Israel) oder sie seien "Freunde", "Verbündete" oder "Partner", wie etwa die USA. Die USA sind Schuld, dass in Laos und Vietnam bis heute schwer behinderte Kinder geboren werden (Giftgaseinsatz im Vietnamkrieg), die USA haben einst das Bikiniatoll nuklear verseucht und die USA haben im Irakkrieg entgegen dem Völkerrecht grundlos hunderttausende irakische Soldaten getötet. Und die Liste der Verbrechen des nordamerikanischen Staates ist noch viel länger. Wer den Charakter des heutigen amerikanischen Präsidenten durchschaut hat, sollte endlich davon abkommen, einen solchen Staat als befreundeten Staat zu bezeichnen.

Klar wird ständig auf die EU und die NATO eingeprügelt. Es gibt auch Russland-freundliche Länder (z. B. Ungarn), die innerhalb dieser Allianz als Spaltpilz aktiv sind. Russland unternimmt alles, um einzelne Länder abzuwerben. Auch in der Schweiz gibt es Parteien und Gruppierungen, die dem Ruf Russlands gefolgt sind.
Aber man sollte nicht vergessen, dass Mitteleuropa dank EU und NATO seit 1945 (also über 80 Jahre) kriegsfrei geblieben ist. Zur Erinnerung: Zwischen 1870 und 1940 gab es drei zerstörerische Kriege zwischen Frankreich und Deutschland.
Russland verfügt über ein unendliches Potenzial an Soldaten. Zum Vergleich: Im Zweiten Weltkrieg fielen etwa 8 bis 10 Millionen Soldaten der Roten Armee.
Die Schweiz kann sich nicht immer durchmogeln, irgendwann muss sie sich entscheiden, welchem Lager sie beitreten will. Mit Hellebarden allein ist die Freiheit nicht zu gewinnen.

Ein gesalzenes Versli über unsere 5. Kolonne aus einem Nebelspalter kurz nach dem 2. Weltkrieg, also lange vor Somms Weltwoche 2.0:

Ach, sie sind nicht umzumodeln.
Lockt sie eine braune Note
oder eine sowjetrote,
ewig gleicht sich, was sie jodeln.

Daran hat sich bis jetzt nichts geändert. Zuerst der "Eiserne Besen" der Fröntler, dann der "Vorwärts" der damals noch kremlhörigen PdA und heute Köppels Weltwoche und aus Petersburg verseuchtes Internet inkl. Soziale Medien. Aus allen diesen Ecken kamen und kommen auch pazifistische Predigten gegen die Selbstverteidigung nicht diktatorischer Länder.

Ich glaube schon, dass es die EU und die NATO noch längere Zeit geben wird. Die EU ist grundsätzlich eine gute Sache. Allerdings ist sie viel zu bürokratisch und wird immer mehr zur Diktatur. Wenn hochbezahlte EU-Beamte darüber entscheiden wollen, ob eine Tofuwurst "Wurst" heissen darf, weil kein Fleisch drin ist, dann erkennt man leicht die Abgehobenheit und Unfähigkeit dieser Abgeordneten. Und wenn Mark Rutte vor einem Weltkrieg warnt, ist er ein Schwarzmaler, der seine Existenz rechtfertigen will. Ich liess mir vor wenigen Jahren von den Corona-Diktatoren keine Angst machen und ich habe auch keine Angst vor einem Weltkrieg. Russland hat seit knapp vier Jahren in der Ukraine wohl über eine Million Soldaten verloren und trotzdem nur einen kleinen Teil des Landes besetzt. Und nun soll Putin auch noch Europa überfallen? Hört endlich auf, die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen und gebt das Geld für Sinnvolleres aus als für Waffen.

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