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Tempo 30 nur noch in Ausnahmen?

Mit grossem Entsetzen und Bedauern musste ich zur Kenntnis nehmen, wie die Gemeinderatsfraktionen der Mitte, FDP und SVP der Stadt Chur sich gegen ein angenehmes Wohnklima in der Stadt wehren.
Dank den Verteterinnen und Vertretern dieser Parteien müssen wir weiterhin viel und lauten Motorenlärm ertragen und uns um unsere Kinder sorgen, wenn sie sich mit dem Fahrrad auf die Strasse begeben oder diese überqueren wollen. Gemäss Auftrag der SVP würden in der Stadt Chur die Autofahrer diskriminiert, weil teils Strassen mit Tempo 30 verkehrsberuhigt werden. Wer wird denn hier bitte sehr diskriminiert? Nachweislich wird der Verkehr mit weniger Tempo sicherer und leiser, womit alle Churerinnen und Churer profitieren. Dümmer geht's also wirklich nümmer!
Dass vor allem die Mitte Partei sich einen einem derart rückständigen und populistischen Antrag der SVP anschliesst, wirft für mich doch grosse Fragen auf. Zählen für die Mitte, welche aus der CVP hervorgegangen ist, die Grundwerte der Nächstenliebe und Einstehen für die Schwächsten und Geplagtesten nicht mehr?

Gian Andrea Hartmann
16.12.25 - 13:24 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Entscheidungen im Gemeinderat
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Politiker(-innen) haben immer den Hintergedanken, Wähler zu gewinnen. Da bleibt der Verstand auf der Strecke. Es gibt viele Autofahrer, die haben gemerkt, dass man im Stadtverkehr mit gleichmässigem Fahren Energie spart, anstatt bei jeder Gelegenheit drauflos zu rasen, um sofort wieder bremsen zu müssen. Mit Tempo 50 ist man nur unwesentlich schneller, weil eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 in der Stadt eine Illusion ist.