«Fallschirminitiative»
Ein faires, vernünftiges Ja zum Gegenvorschlag
Am 30. November stimmen wir über die sogenannte «Fallschirminitiative» und den Gegenvorschlag des Grossen Rats ab. Auf den ersten Blick klingt die Initiative verlockend – «keine goldenen Fallschirme» für Regierungsmitglieder. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Die Initiative ist extrem, kurzsichtig und schadet letztlich dem Kanton.
Graubünden steht heute hervorragend da – wirtschaftlich, finanziell und gesellschaftlich. Das ist kein Zufall, sondern das Resultat einer sachlichen, vorausschauenden und stabilen Arbeit unserer Regierung. Damit das so bleibt, brauchen wir weiterhin die besten Persönlichkeiten für dieses anspruchsvolle Amt. Es wäre fatal, die Attraktivität des Regierungsamts mit einer übertriebenen und unausgewogenen Initiative zu gefährden.
Der Gegenvorschlag ist der richtige Weg: Er schafft das alte Ruhegehalt ab und ersetzt es durch eine faire, befristete Überbrückungsleistung von maximal drei Jahren. So bleibt die Unabhängigkeit der Regierung gewahrt – und das Amt bleibt für kompetente Menschen aus Wirtschaft und Gesellschaft interessant. Ohne diese Regelung wären Regierungsmitglieder gezwungen, sich bereits während der Amtszeit, um neue berufliche Herausforderungen zu bemühen. Das würde die politische Unabhängigkeit gefährden und die Qualität der Regierung schwächen.
Wer wirklich das Ruhegehalt abschaffen will, muss Nein zur extremen Initiative und Ja zum fairen Gegenvorschlag stimmen – für eine starke, unabhängige und zukunftsorientierte Regierung.
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