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Ein Kübel voll Dreck mit Zuckerguss

Am Informationsabend vom 21. Juni wurden die Disentiser mit den Folgen der Revision des Raumplanungsgesetzes vom Jahr 2013 vertraut gemacht. Stand der Dinge: die Revision wurde vom Volk angenommen und wird nun vollzogen. (Diskussion eigentlich überflüssig)
Ländliche touristische Gemeinden sind verpflichtet ihre anscheinend überdimensionalen Bauzonen massiv zu verkleinern, zum Vorteil prosperierender Orte im Unterland
1. Eingriff in die Gemeindeautonomie
2. Angriff auf persönliches Eigentum
Um das Ziel zu erreichen ist die Gemeinde vom Kanton verpflichtet und befugt Bauparzellen einfach auszuzonen oder mit einer Bauverpflichtung zwischen 2-8 Jahren zu belegen. Ursprünglich hat man die Bauzonen bewusst an Hanglagen angesiedelt da diese für die Landwirtschaft uninteressant sind. Jetzt werden die steilen Bauparzellen in anderen Gemeinden in flaches Kulturland verschoben. Die Peripherie kämpft mit der Abwanderung, zusätzlich wird hier potenzielles Bauland verknappt (enteignet).
Der Eigentümer muss für SEIN Land, in angebotenen Besprechungen, kämpfen wie ein Löwe. Ob es sich lohnt ist fraglich, weil der Kanton die Begehren sehr restriktiv beurteilt. Wenn z.B die Kinder jetzt in der Ausbildung sind, in 10 Jahren gerne daheim eine gute Stelle antreten würden, muss die einst eigene Bauparzelle wieder eingezont werden was erst bei der nächsten Zonenplanrevision möglich ist, dann wieder kostenpflichtig. Schaden und Kosten für den heutigen Ist-Zustand.
Die Zweitwohnungsinitiative hat die Tourismusgemeinden schon geschädigt jetzt kommt ein weiterer Staats-Winkelzug dazu. Die Randgebiete werden kurz gesagt fremdgesteuert. Die zahlende Bevölkerung immer wieder an der Nase herumgeführt. Der Abstimmungstitel tönt verheissungsvoll, niemand kann etwas dagegen haben. Wird die Vorlage dann angenommen, kommt Jahre später der Pferdefuss.
Weitere Beispiele:
Personenfreizügigkeit = versprochen: jährl. max. 8000 Pers.
Heute jährl. 60’000-110'000 Pers.
Krankenkasse = versprochen: besser u. billiger (Dreyfuss)
Heute horrende Prämien, Spitäler finanziell am Abgrund
Energiegesetz = versprochen Alternative Träger helfen uns aus der Stromlücke
in Wirklichkeit, teurer Flatterstrom und Verschandelung unberührter Natur
Wolf = unverzichtbare Biodiversität
Heute verschleudertes Steuergeld in Millionenhöhe und riesige Schäden.
Aufwachen bitte, das Ja von uns Bürgern wird gegen uns verwendet. Wehrt euch vor einem Kübel voller Dreck mit Zuckerguss!

Annemarie Spescha
23.06.24 - 15:49 Uhr
Leserbrief
Ort:
CH-7180 Disentis
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