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Geschätsführungsmodell Vaz-Obervaz

Mit der Änderung der Gemeindeverfassung soll in Vaz-Obervaz unter anderem ein Geschäftsführungsmodell eingeführt und die Funktion eines* einer Geschäftsführers*in geschaffen werden. Die heutige Behördenstruktur der Gemeinde Vaz-Obervaz soll unverändert beibehalten werden.
Folgende Gründe sprechen für die Ablehnung der Vorlage vom 30.6.24:
- Eine politische Gemeinde muss nicht wie eine private Firma geführt werden.
Wir brauchen keine aufgeblähte Verwaltung die nach Managementprinzipien der Privatwirtschaft von einem «Chefbeamten Vaz-Obervaz» geführt wird.
- Als Angestellte*r kann dieser Chefbeamte bei ungenügendem Leistungsausweis vom Volk nicht abgewählt werden. Er kann auch nicht so einfach wie in der Privatwirtschaft entlassen werden. Er kann bei Bedarf jedoch jederzeit selber kündigen und sich so der Verantwortung entziehen.
- Das Volk soll selber kommunikative, kompetente und führungsstarke Persönlichkeiten ins Gemeindepräsidium und in den Vorstand wählen oder bei ungenügendem Leistungsausweis auch wieder abwählen können.
- Der*die gewählte Gemeindepräsident*in soll über die notwendigen Kompetenzen verfügen, die ihr/ihm erlauben die volle Verantwortung für die Führung der Gemeinde zu übernehmen. Er/Sie darf nicht zum «Grüss-August» degradiert werden.
- Die Verfassungsänderung ist unnötig!
Mit der aktuellen Behördenstruktur in Vaz-Obervaz ist eine Entflechtung der beiden Ebenen problemlos möglich. Voraussetzung sind Persönlichkeiten sowohl auf der politisch-strategischen als auch auf der operativen Ebene, die ihre Führungsverantwortung wahrnehmen.
Weiter ist eine klare, stufengerechte Zuordnung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung an die fachlichen Abteilungsleitenden und das entsprechende Rollenverständnis der politischen Vorgesetzten unumgänglich.
- In der Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung ist die Klärung der Schnittstellen zwischen operativen und strategischen Ebenen eine Daueraufgabe. Die Motion hat bewirkt, dass vom Gemeindevorstand bereits entsprechende Schritte in die Wege geleitet worden sind.
- Mit dieser Änderung der Gemeindeverfassung gehen wir das Risiko ein die Katze im Sack zu kaufen!
Die finanziellen Konsequenzen der für die Umsetzung notwendigen organisatorischen und personellen Anpassungen und die Überarbeitung von Reglementen sind nicht abschätzbar.

Darum «Nein» zum Geschäftsführungsmodell!

Kaspar Jörger
18.06.24 - 11:23 Uhr
Leserbrief
Ort:
Valbella
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