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Man sollte mal die Belegschaft fragen

Ich kann mich noch gut an die Wahlen vor vier Jahren erinnern und wie befremdend ich es fand, wie Urs Marti als Stadtpräsident, der sich selbst zur Wahl stellte, sich für die Wahl von Frau Maissen einsetzte. Frau Maissen doppelte dann noch nach mit `Überparteiliche Zusammenarbeit für Chur ist mein Ziel. Mit Stadtpräsident Urs Marti. Er lebt es vor!` Man hätte danach annehmen können, dass Patrik Degiacomi der Aussenseiter im Stadtrat sein würde.
Der Vertrauensvorschuss von Herr Marti war wohl rasch aufgebraucht. Dazu häuften sich gerade im Baudepartement in den letzten Jahren die Abgänge; die Stadtarchitektin muss wohl – kaum angekommen – sich nach einer neuen Stelle umgesehen haben. Frau Maissen soll Verfahrensabläufe nicht eingehalten haben. Dossiers bleiben wegen ausstehenden Entscheiden stecken. Ist man vielleicht überfordert? Ich wär’s jedenfalls, wenn mir die Leute davonliefen.
Und nun will Frau Maissen Stadtpräsidentin und Vorsteherin des Departements für Finanzen und Steuern werden. Vielleicht sollte man die Belegschaft dieses Departements fragen, was sie davon halten. Die Stadt kann er sich nicht leisten, noch mehr Schlüsselpersonen zu verlieren. Die Aufgaben werden nicht weniger. Da will z.B. noch eine weitere Gemeinde mit Chur fusionieren… Teamwork ist angesagt.

Fritz Schulthess
04.06.24 - 13:26 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Beim Stadtrat ist Feuer unter dem Dach, Südostschweiz, 4. Juni 2024
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