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Für bezahlbaren Wohnraum in Chur

Das Kernanliegen der Churer Bevölkerung ist die Bezahlbarkeit des Wohnraumes. Sie ist nicht nur ein tief in den Mittelstand greifendes soziales Problem, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt zentral. Um der Explosion der Mietzinse in nützlicher Frist entgegenzuwirken, müssen nicht nur mehr, sondern eben vornehmlich die richtigen Wohnungen gebaut werden: nicht luxuriöse Renditeobjekte, sondern wertige, bezahlbare Wohnungen. Weil der Markt hierzu keinen Anreiz gibt, muss die Stadt helfend eingreifen. Dies kann sie tun, indem sie privaten Investoren griffige Bedingungen bei Baurechtsvergaben auf stadteigenem Land auferlegt. Solch einflussreichen Akteuren Konditionen zu setzen ist allerdings kein leichtes Unterfangen. Um der Churer Bevölkerung in dieser Frage zum Erfolg zu verhelfen, muss sie – beziehungsweise müssen ihre Vertreter im Gemeinderat – Bauprojekte auf städtischem Boden möglichst genau auf ihre Vereinbarkeit mit dem Ziel der Schaffung bezahlbaren Wohnraums überprüfen können. Vor diesem Hintergrund ist die auf diesen Seiten geführte Debatte zwischen Haempa Maissen und Barbara Rimml zu lesen. Die SP und die anderen progressiven Kräfte im Gemeinderat wollen das verdichtete Bauen in unserer Stadt keineswegs verhindern – sie setzten sich allerdings dezidiert für eine prinzipiengesteuerte, regelbasierte und transparente Immobilienpolitik ein. Nur schon aus diesem Grund ist es an der Zeit, dass diese politischen Kräfte die Mehrheit im Gemeinderat darstellen.

Lorenzo Baldassarre
20.05.24 - 16:07 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Zum Artikel: Abstimmungen vom 9. Juni / Leserbrief von H. Maissen vom 4.5.24.
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