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Abstimmung Stromgesetz

Jetzt ist die Katze aus dem Sack! - Bis auf den letzten Bach soll die Wasserkraft in Graubünden für die Stromproduktion ausgenutzt werden. So graben wir uns selbst das Wasser ab, denn wir Menschen sind Teil des grossen lebendigen Organismus der Erde! Wir spüren jetzt schon, dass die Natur nicht mehr ganz rund läuft. Deshalb müssen wir der Natur in allem Vorrang geben, sie hegen und pflegen.
Leiden wir wirklich an einer Stromknappheit? Unser Bundesrat hat in der Vergangenheit schon mehrfach eine Stromknappheit an die Wand gemalt, mit Stromausfällen im Winter. Dergleichen ist in den letzten Wintern nicht passiert. Muss alles elektrisch gehen? Der Wasserstoff kommt!
Es findet Jahr um Jahr eine Steigerung der Stromproduktion von Stromkonzernen, Industrie und Gewerbe und Privaten statt. Zudem werden aktuell mit direkten Nachbarländern Vereinbarungen über den Stromaustausch verhandelt.
Es besteht also keinerlei Ursache über ein derart überstürzt erstelltes Gesetz riesige Beträge an Steuergeldern zu "verbraten", da es bessere und kostengünstigere Lösungen gibt. Es weden laufend Solaranlagen auf Dächern und Wänden von Industrie-, Gewerbe. und Infrastrukturbauten, wie z.B. Kehrichtverbrennungsbauten gebaut. Das ist einfacher und kostengünstiger. All das liesse sich steigern mit Lenkungsabgaben, was keine Steuerbelastung für die Allgemeinheit bedeutet.
Also, warum dann wunderschöne Landschaftsgebiete durch massive Technikbauwerke zerstören?
Wir sind in der Schweiz beschenkt von einer reichen Natur und Landschaft, mit Bergen und Seen. Dafür ist die Schweiz bekannt in der Welt, deshalb zieht es viele Menschen hierher, um sich zu erholen. Es wäre die grösste Dummheit, diese Landschaften zu zerstören. Was bedeuten Solarexpress und Windkraftparks? So harmlos die Fotosimulationen für manche auch erscheinen mögen: In der Realtät heisst das: zuerst die Erstellung: Transport grosser Materalmengen in entlegene Gebiete, breite Zufahrtswege in die Hänge bauen, Felssprengungen. Dann für die grossen Strommengen Stromleitungen mit grossen Masten, über weite, bis anhin unberührte Gebiete. Ähnlich wird es bei Windkraftanlagen sein. Mir erscheint das nicht zu Ende gedacht.
Und zudem: der schweizer Tourismus würde deutlich beeintächtig!
Warum überhaupt dermassen teure Projekte, wenn es auch einfacher und günstiger geht? Muss das Volk die Richtung vorgeben, - wie bei der AHV-Initiative?

Reinhold Raeck
20.05.24 - 20:41 Uhr
Leserbrief
Ort:
Sarn
Zum Artikel:
Stromgesetz geht auf Kosten der Biodiversität, 18. Mai 2024
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Wie gewinnt man Wasserstoff? Durch Spaltung von Wasser mit Strom in Sauerstoff und Wasserstoff. Für 1 kWh Energie aus Wasserstoff sind 2 kWh Strom nötig. Wasserstoffgewinnung ist sinnvoll aus "Flatterstrom"überschüssen, wenn man damit nicht gerade in Pumpspeicherkrafwerken pumpen kann.

Richtig ist, dass Wind, Sonne und Wasserstoff unerschöpflich sind. Nur solche Energiequellen haben Zukunft, da die anderen zur Neige gehen werden. Andererseits dürfen wir die Landschaft nicht verschandeln. Wir können deshalb nur so viel Energie gewinnen, dass wir weder die Ökologie eines Gebietes noch das Landschaftsbild zerstören. Vielleicht braucht es eine Rationierung der Energie, anstatt alljährlich mehr zu verbrauchen. Diese steht aber nie zur Debatte.