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Neue Stadthalle braucht keine Einstellhalle

Man kann die geplante Einstellhalle auf der Oberen Au mit rund 200 Parkplätzen weglassen und durch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept ersetzen: Für generell weniger Verkehr und an Grossanlässen auf der Oberen Au. Bei Grossanlässen können auch mehr Busse eingesetzt werden. Was heute bereits der Fall ist. Auch Velowege müssen uns sicher in die Obere Au bringen.

Zudem muss eine markant teurere Bewirtschaftung der jetzigen Parkplätze auf der Oberen Au sowie in der ganzen Stadt in Angriff genommen werden. Dass man diese möglichen Mehreinnahmen nicht miteinkalkuliert ist äusserst fragwürdig. Das bedeutet auch: Kein Gratisparkieren für Sportanlagenbenutzende.

Das Militär braucht auch keine zusätzlichen Parkplätze: Soldat:innen haben gratis ÖV! Man würde mit diesem Geschäft zudem Abhängigkeiten zur Armee schaffen, die eine offene Entwicklung auf dem Rossboden verhindern. Schiessübungen am Siedlungsrand einer wachsenden Stadt, werden in Zukunft noch stärker die Lebensqualität der Churer:innen beeinträchtigen.

Dass Veranstalter am Wochenende eventbezogen Parkplätze dazu mieten können, ist auch ein fragiles Finanzierungsmodell. Das alles auf unsere Kosten?

Grossevents müssen mit wesentlich weniger Autos auskommen. Die Strassen sind heute dadurch schon regelmässig überbelastet. Die Akzeptanz und Erträglichkeit gegenüber Grossevents würde dadurch gesteigert.

Wenn wir keine Einstellhalle bauen, wird das Projekt massiv günstiger und ausserdem werden die Co2-Emissionen und die verbaute graue Energie deutlich reduziert. Ohne die Einstellhalle hätten wir ein in allen Bereichen nachhaltigeres Projekt, das auch schneller umgesetzt werden könnte.

Die 1.62 Mio der Wohnbaugenossenschaft der Stadt Chur könnte man zweckgebunden auch besser in bezahlbaren Wohnraum investieren.

Zurück an den Absender.

Yvonne Michel Conrad
VCS Graubünden

Yvonne Michel Conrad
15.05.24 - 12:59 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Neue Stadthalle: Für das Schützenfest wird es knapp, Ausgabe GR, 14. Mai
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