×

Das Volk ist nicht blöd!

Und wieder ein Skandal, den die Bündner Regierung unter den Teppich wischen will. Letztere weigert sich, den Untersuchungsbericht zur Ems-Chemie-Deponie offenzulegen. Wenn es doch so ist, wie es die Regierung kommuniziert, steht doch nichts Belastendes darin und dann kann man den Bericht ja auch veröffentlichen. Das Geheimhalten zeigt jedoch, dass dem nicht so sein wird. Es wird belastende Tatsachen geben, mit denen man die Verursacherin und grösste Arbeitgeberin des Kantons, die Ems-Chemie, nicht bewusst konfrontieren will. Jedem Autofahrer, der ein bisschen Öl verliert, wird die Feuerwehr auf den Hals geschickt. Doch bei der Ems-Chemie wird Jahrzehnte lang nichts gemacht, ganz nach dem Motto die Grossen lässt man laufen, die Kleinen hängt man. Und dabei wäre es eigentlich relativ einfach festzustellen, ob das Gift von der Ems-Chemie-Deponie stammt oder nicht. Man kann Bohrsondagen machen und das Material auf den Stoff untersuchen. So lässt sich zweifelsfrei feststellen, von wo das Gift ins Grundwasser gelangt. Dazu ist unsere liebe Regierung jedoch nicht bereit, vielmehr will man nur weiter beobachten. Unsere Regierung nimmt damit billigend in Kauf, dass die Emser-Bevölkerung noch Jahre verseuchtes Wasser trinken muss. Eine Frechheit.

Peter Meister
15.05.24 - 09:01 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Krebserregende Altlast wird überwacht – aber die Bündner Bevölkerung nicht informiert, Online, 15.05.24
Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.