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Stadt- und Gemeinderatswahlen: Wir brauchen mehr als nur Lippenbekenntnisse

Schon genial, was Frau Maissen in bloss drei Jahren geschafft hat (Siehe https://www.sandra-maissen.ch/bilanz.html)! Nur, dass diese Projekte lange vor ihrem Amtsantritt in die Wege geleitet wurden und dank einem «ausgezeichneten Team an Führungspersonen und Mitarbeitenden» nun umgesetzt werden. Warum dann häufen sich gerade im Baudepartement in den letzten Jahren die Abgänge?
Ihr «Verdienst» ist allerdings der geplante Bau einer neuen Plessurbrücke am Ende der Austrasse, ein Schnellschuss, der nicht im STEK 2050 vorkam. Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass dies eine drastische Zunahme des Verkehrs im Rheinquartier zur Folge hätte. Diese Weitsicht fehlt auch in der von bürgerlichen Politikern und v.a. der FDP geprägten Mobilitätsstrategie Chur 2030. Die sei laut S. Maissen konsequent weiterzuverfolgen, obwohl sie, wenn sie umgesetzt wird, einen massiven Anstieg des Verkehrs in die Quartiere der Neustadt und einer Zerstörung eines beliebten Nacherholungsgebiet – der Rheinebene - mit sich bringen wird. Dies wäre ein krasser Verstoss gegen das Stadtverkehrsgesetz.
Die Quartiere der Neustadt sind sehr selten im Stadt- und Gemeinderat vertreten, was sich auf die Stadtplanung auszuwirken scheint. Wir brauchen Menschen in der Politik, die fähig sind über den Tellerrand (ihr Quartier) zu sehen, für die Chur mehr ist als die Innenstadt und Chur West, bei denen Stadtklima, soziale Durchmischung von Wohngebieten, bezahlbare Wohnungen für alle nicht bloss Lippenbekenntnisse und ein Stadtverkehrsgesetz umsetzten statt es abzuschaffen. Darum wähle ich SP und Freie Liste GRÜNE.

Fritz Schulthess
13.05.24 - 21:43 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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