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Wo bleit die Meinungsfreiheit

Nach schweizerischer Verfassung besitzt der Bürger 7 Grundrechte, eines davon ist die Meinungs- und Pressefreiheit. So deaktiviert die SO seit längerer Zeit die Kommentarfunktion, einerseits weil man nicht unmittelbarer Abonnent der SO ist, aber andererseits weil keine Kommentare von seitens der Redaktion erwünscht sind. So ist es ihr viel wichtiger, der Region völlig unbedeutende Leserbriefe zum Weltgeschehen zu veröffentlichen. Obwohl schon mehrmals nachgefragt bleibt mir die SO eine Antwort schuldig und hat auch nicht den Mut dies in ihrem Leserbeitrag öffentlich zu diskutieren.. einfach nur so zur hochgepriesenen bündnerischen Meinungsfreiheit.

Martino Tucek
11.05.24 - 08:38 Uhr
Leserbrief
Ort:
Peist
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Sehr geehrter Herr Tucek

Reaktionen auf Beiträge auf Südostschweiz.ch sind unseren Abonnenten vorbehalten. Diese Einschränkung haben wir vor einiger Zeit vorgenommen, weil wir uns mit beleidigenden und sonstwie ungesetzlichen Kommentaren konfrontiert sahen, für die der Administrationsaufwand sehr hoch war und die, da von anonymen Kommentatoren gepostet, auch nicht zugeordnet werden konnten. Darum lassen wir nun nur noch Reaktionen von Abonnenten zu, da wir diese im Bedarfsfall rückverfolgen können.

Meinungsfreiheit ist in der Demokratie ein hohes Gut, aber sie gilt, wie andere Grundrechte auch, nicht uneingeschränkt, sondern ist einer permanenten Abwägung unterzogen. Das gilt vor allem dann, wenn sie, wie oben erwähnt, andere Grundrechte wie Persönlichkeitsrechte einschränkt. So.ch ist eine Plattform, für die wir als Redaktion presserechtlich verantwortlich sind. Das beinhaltet auch, dass wir Massnahmen ergreifen, die alle anderen Bürgerinnen und Bürger in ihren Grundrechten beschützen.

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Freundliche Grüsse
Joachim Braun, Co-Leiter der Chefredaktion

Lieber Herr Braun, danke für ihre Antwort. Bin einverstanden, dass beleidigende und unterstellige Kommentare nichts zu suchen haben, aber manchmal braucht es auch die Leserschaft, die nicht Alles goutiert und so auch eine Zeitung am Leben erhält, was ich aber der SO nicht unterstellen will, da sie auch schon (auch von mir) Leserbriefe neben dem Mainstream toleriert hat.