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Tempo 30 in Flims

Tempo 30 in Flims

Mit seinem Leserbrief liegt Herr Christoffel aus Flims dreifach falsch. Zum ersten: Gemäss der kantonalen Richtlinie Verkehrsberuhigung innerorts sind in Graubünden nur die Strassen gemäss der «Durchgangsstrassenverordnung» des Bunde sog. verkehrsorientierte Strassen. Und dies ist im Raum Flims die durch den Umfahrungstunnel führende H19. Die Ortsdurchfahrt Flims ist demnach zweifelsfrei eine nicht-verkehrsorientierte Strasse. Zum zweiten: Wir SchweizerInnen haben einem Bundesgesetz über den Umweltschutz zugestimmt. Gemäss der entsprechenden Lärmschutzverordnung sind alle Strasseneigentümer, ob Bund, Kantone oder Gemeinden, verpflichtet, ihre lärmbelasteten Strassen lärmmässig zu sanieren. Dass dazu Tempo 30 die zweckmässigste und weitaus kostengünstigste Massnahme ist, weiss mittlerweilen jedes Kind – ausser Herr Chistoffel. Zum dritten: Beim Physikunterricht hat Herr Christoffel offensichtlich zum Fenster hinausgeschaut. Sonst wüsste er, dass die meisten Auswirkungen der Geschwindigkeit, so auch die Aufprallwucht eines Autos auf einen Fussgänger, nicht proportional, sondern im Quadrat zur Kollisionsgeschwindigkeit zunimmt. Daher passieren in Tempo 30 Strassen kaum mehr Unfälle und falls doch, mit keinen oder höchstens geringfügigen Folgen. Aber ein paar Sekunden Zeitgewinn in seinem «Chlapf» interessieren Herrn Christoffel offensichtlich weit mehr als die Sicherheit, insbesondere zugunsten der Kinder und SeniorInnen, in Flims.

Peter Hartmann, Trimmis

Peter Hartmann
11.05.24 - 14:09 Uhr
Leserbrief
Ort:
Trimmis
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