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10,1 Milliarden für die Schweizer Armee brauchen wir nicht

Mit dem «Fond für Sicherheit und Frieden» sollten ab 2025 10,1 Milliarden Franken für die Armee sowie 5 Milliarden für den Wiederaufbau für die Ukraine finanziert werden. Der Fonds für den Wiederaufbau für die Ukraine ist OK, aber die 10,1 Milliarden für die Schweizer Armee brauchen wir nicht, bringt nicht Sicherheit und Frieden. Die Schweiz sollte sich auf eine gewaltlose, soziale Verteidigung konzentrieren. In einem Krieg mit einer Armee würde sich unser Land zu Tode verteidigen. Nach einem zerstörten AKW wären weite Teile der Schweiz unbewohnbar.
Heute muss nach sinnvollen Alternativen zum Krieg gesucht werden. Vor 40 Jahren, 1984 veröffentlichte Gernot Jochheim das Buch «Die gewaltfreie Aktion, Idee und Methoden, Vorbilder und Wirkungen». Auch der Schweizerische Friedensrat hatte schon 1976 das Buch «Soziale Verteidigung. Eine gewaltfreie Alternative zur militärischen Verteidigung der Schweiz», herausgegeben.
Der Krieg in der Ukraine hat bisher mehreren hunderttausenden Ukrainern, Russen und ausländischen Kämpfern das Leben gekostet und riesige Zerstörungen angerichtet. Aber immer will man mit und noch mit mehr Waffen in der Ukraine und im Gazastreifen Frieden schaffen. In den Medien ist dann immer wieder die Rede vom russischen, ukrainischen, israelischen, deutschen und dem US-Verteidigungsministerium. Warum schreibt man nicht von Kriegsministerien? Soll das Publikum immer noch glauben Armeen seien hüben wie drüben nützlich für unsere Sicherheit, für den Frieden? Alle diese Länder mit ihren Verteidigungsministerien waren oder sind an Kriegen beteiligt, und jetzt im Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen mit Waffenlieferungen.
Wie wäre es, wenn man Schweizer Geldinstituten verbieten würde Geld in ausländischen Rüstungskonzernen anzulegen, Konzerne, die heute mit ihren Waffenlieferungen den Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen anheizen und damit grosse Profite einfahren?

Heinrich Frei
08.05.24 - 16:42 Uhr
Leserbrief
Ort:
Zürich
Zum Artikel:
Widerstand gegen 15-Milliarden-Franken-Paket für Armee und Ukraine
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Damit bin ich einverstanden. Noch immer werden leider Pazifisten als hoffnungslose Naivlinge angeschaut. Bringen mehr Waffen mehr Sicherheit oder erhöhen sie die Kriegsgefahr? Bringen mehr Strassen mehr Ruhe oder noch mehr Verkehr? Machen höhere Löhne die Menschen glücklicher oder werden wir dadurch abgestumpft? Man kann alles von verschiedenen Seiten anschauen und man braucht Menschen, die gesamtheitlich oder anders denken nicht immer lächerlich zu machen.
Etliche Staaten weltweit sind schon lange ohne Armee und existieren dennoch. Und wer die Schweiz angreifen will, was sehr unwahrscheinlich ist, muss fremdes Staatsgebiet durchqueren oder überfliegen. Was dort aber ganz bestimmt nicht toleriert wird! Ohne Schweizer Armee geschieht gar nichts! Es wird ganz einfach ruhiger, viel Platz wird frei und man kann das Geld für sinnvolle Tätigkeiten ausgeben.