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Naturjuwelen und andere Steinbrüche

Der Tankgraben soll zu einem Naturjuwel werden. Ob das den heutigen Bewohnern gefällt? 1941 als Panzersperre erstellt und 1990 vom Bund aufgegeben, ist es nach wie vor ein grosser menschengemachter Eingriff in der Landschaft. Und doch oder natürlich (wie das Wort bereits sagt) eroberte sich Flora und Fauna die von Menschen veränderte Umwelt zurück, wenn man sie nur lässt.

Ist nicht die Natur manchmal auch unbarmherzig und brutal, schafft sie aber auch neuen Lebensraum und Rückzugsorte. Der Mensch ist da vergleichbar, absichtlich oder unabsichtlich kann auch er neuen Lebensraum schaffen, wie das Beispiel vom Tankgraben zeigt. Auch Staumauern werden von Wildtieren begangen, um Mineralsalze abzuschlecken oder einfach um eine Abkürzung zu nehmen. Die Natur braucht keinen Vormund, sondern Mitdenker.

Vergleichbare Grossprojekte aus der Vergangenheit, nicht immer unbestritten, brachten Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit und Wohlstand. So mussten wenige etwas opfern für das Gemeinwohl. Heute und für die Zukunft ist nicht das Verhindern von Grossprojekten zielführend, sondern die genaue Planung auch für Flora und Fauna. Getreu dem Grundsatz das eine tun und das andere nicht lassen.

Dominik Truttmann
06.02.24 - 06:18 Uhr
Leserbrief
Ort:
Mitlödi
Zum Artikel:
«Krebse beobachten im Tankgraben in Näfels» vom 2. Februar 2024 und «Mühlehorner wollen sich gegen das Solarprojekt am Walensee wehren» vom 3. Februar 2024 / Ausgabe Glarus
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