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Gewinne sollen privatisiert und Verluste sozialisiert werden

Eine der Mitinhaberinnen der Baugesellschaft City West ist Sachs Finanz AG. Romano Cahannes, der bis 2020 im Churer Gemeinderat und Präsident dessen Geschäftsprüfungskommission (GPK) war, ist laut Business-Monitor seit 2016 auch Verwaltungsratspräsident dieser Firma. Für meinen Geschmack ist das zu viel Filz. Ich frag mich, wer in Chur wirklich die Strippen zieht und es wäre auch interessant zu wissen, wer die Wahlen der verschiedenen Gemeinde- und Stadträte finanziert. Und weil die GPK ihre Arbeit so gut gemacht hat, kündet der Stadtrat nun ein Sparpaket über 30 Millionen Franken an. Und nun dieser Deal zwischen dem Stadtrat und der Baugesellschaft, wo vor allem Letztere profitiert! Da sollen wieder mal Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden sollen.
Was City West betrifft, so frag ich mich, ob diese Visionen auch bezahlbare Wohnungen beinhalten. Im Rheinquartier eins und zwei werden in den nächsten Jahren elf Wohnblöcke abgebrochen. Wo sollen diese Leute alle hin und gibt es in der Stadt eine Anlaufstelle, die ihnen bei der Wohnungssuche hilft? Die meisten dürften nämlich kein Internet haben. Aber für die Stadtregierung wird das bloss Lateralschaden sein.

Fritz Schulthess
31.01.24 - 21:37 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
«Chur könnten Millionen durch die Lappen gehen» vom 31. Januar 2024
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