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Was Zürich kann, kann Chur auch!

Wenn Sie einmal in Zürich sind, spazieren Sie durch den Limmatquai. Sie werden begeistert sein. Bis vor nicht allzu langer Zeit war der Limmatquai zentrale städtische Hauptverkehrsachse mit 20'000 Autos pro Tag, also mit gleich vielen Autos wie in der heutigen Grabenstrasse in Chur. Dann nahmen sich die Zürcher ein Herz, befreiten den Limmatquai weitestgehend vom Auto und gestalteten ihn als attraktive Flanierzone mit unter anderem florierenden Geschäften und Restaurants. Und dies ohne jegliche negativen Nebenwirkungen, aber im Resultat mit deutlich weniger Autoverkehr in der ganzen Innenstadt. Wie gesagt, das kann Chur auch. Mit einem Fahrverbot in der Grabenstrasse zwischen Untertor und Engadinstrasse, mit strenger Ausnahmeregelung und der Gestaltung des Strassenraums als attraktive Flaniermeile. Und dies wie in Zürich ohne jegliche negativen Nebenwirkungen, aber mit Sicherheit mit dann deutlich weniger Autoverkehr in Churs Innenstadt.

Peter Hartmann
01.12.23 - 11:18 Uhr
Leserbrief
Ort:
Trimmis
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Ich empfehle Herrn P. Hartmann, unsere Flaniermeile in Chur "Obergasse-Untergasse-Obertor-Poststrasse ". Ist sogar noch schöner als der Limmatquai, weils in unserer Flaniermeile, schöne alte, Jahrhundert alte Häuser zu bewundern gibt. Übrigens Herr Hartmann, sollte man Chur, nicht mit Zürich vergleichen, da in Zürich, der Verkehr auf viele andere Strassen umgeleitet werden konnte. Wie wollen sie das in Chur bewerkstelligen? Solange die Kasernenstrasse-Welschdörfli und die Masanserstrasse - Untertor nicht besser gemacht werden, ist das mit der Grabenstrasse-Flaniermeile, eine VCS- P.Hartmann Träumerei .

Nicht wenige scheinen die Frage des Autoverkehrs nur aus der Windschutzscheibenoptik zu sehen (auch W.Veit, der die – aus meiner Sicht nicht autofreien – Altstadtgassen empfiehlt, die ich als Rückzugsorte in homöopathischer Dosis als ungenügend verwerfe, zudem sorgen dort Restaurants, Marktstände, Openairs & Co. eh für Immissionen für Wohnende). Verkehr: Tatsächlich vermisse ich in diesem entscheidenden Punkt Aufklärung seitens VCS und P.Hartmann. Denn für die bisherigen Verkehrsfluten plus den prognostizierten Mehrverkehr, bräuchte es doch MEHR Strassen statt weniger (alias Verkehrsberuhigung). Aus der Sicht der Stauenden selbst und des Staupublikums (Wohnende und Passanten, die in den Abgasintensivwolken des "ruhenden" Stauverkehrs – laufende Motoren stehender Fahrzeuge auch auf Parkplätzen sind für mich eher Alltag in Chur, auch wenn es verboten ist, aber wen kümmert es – sich zu befinden die Ungunst des Schicksals geniessen).
Denn ich (das Gegenteil des pensionierten Berufschauffeurs) fragte längst (zum Beispiel zuhanden des Zeitungsartikels 15.11.2023 "Churer Stadtklima-Initiative: Gegenvorschlag des Stadtrates überzeugt Initianten nicht"):
Wer glaubt denn angesichts des Verkehrsüberquellens, markanten weiteren Wachstums des eh schon überblähten Motorfahrzeuge-Verkehrs, schweizweit weiteren Umfahrungsstrassen- und Autobahnbaus (nachdem wir eh schon das dichteste Strassennetz Europas haben dürften), dass man den Verkehr in Stautown-Motown-Chur zusätzlich "behindern" kann (deshalb wohl auch der "kosmetische" Gegenvorschlag)?
Mein Vorschlag: Endlich und überfällig wenigstens "einen" autofreien Ort im grössten Kanton ermöglichen, als Zuflucht (Asyl im eigenen Land) für Lärm- und Abgase-Allergiker. Wohnen. Dasein-dürfen. Als Vorbild für die Welt. Als Publikumsmagnet wie Europapark Rust aber im gesundheitlichen Sinne. Als Hebel. Als Domino-Effekt. Avantgarde. Angesichts der Krankenwesenkosten(leidens)steigerungen (m)ein noch bescheidenes Anliegen. Kleine (bereits existierende) Beispiele für Minderheitenschutz: MCS-Haus (ohne Elektro-/Mikrowellen und Chemikalien) in Zürich-Leimbach; Nichtraucherhaus in Zürich-Albisrieden; Demenzdorf in Wiedlisbach. Anmerkung: Im Roman HEIDI gesundete Klara aus Frankfurt nur, weil es Bergluft war bei Heidi am Berg (vergleiche auch historische Luftkurorte Davos/Arosa). Deshalb mein Vorschlag für "Leimbach 2.0" (oder besser Edental): in GR am Berg abseits statt in Zürich. Mit Magnet meine ich einen Ort, der möglichst maximal anders ist als der Rest. Das macht den Reiz, und in diesem Fall auch die Gesundheit.

Ja dann lieber Herr Hartmann nehmen Sie so schnell als möglich den Zug und fahren Sie nach Zürich und bleiben sie dort, dann können sie wegen mir das ganze Jahr durch die Strassen flanieren gehen Mit dem Auto kann ich ja wohl nicht sagen sie werden sicher ein E-Bike fahren. Sie werden sicher in einer grünen Partei sein die vor einigen Jahren für die ganze Stadt Chur die 30er Zone einführen wollte

@ban dino Hahaha, tolle Realsatire, und es trifft den Nagel auf den armen Kopf. Ja, Tempo 30 wurde in Chur an der Urne abgelehnt (analog wurde Big Air angenommen, passt!). Die Mehrheit sind offensichtlich Autofahrer. Ich bin vollends nichtmotorisiert (der Motor meines Velos besteht aus meiner japsenden Wenigkeit), aber selbst ich frage konsterniert, was sich der VCS und Peter Hartmann dabei denken, was das soll. Will man die im Stau steckenden Automobilisten noch mehr behindern? Sollen sie noch mehr stauen, dann aber dort, wo mehr Wohnende sich befinden wie an der Ringstrasse? Ich fordere für Chur "Asphalt flächendeckend" – "Driver's Paradise" – "Auto Total" – "Freie Fahrt für freie Fahrer" und eine fünfte Gotthardröhre. Richtig, wer "Flanieren" will, soll hingehen, wo der Pfeffer wächst, und der tut das offenbar in einer (einzigen) "Street of Zürich". 
Was ich beklage ist die mangelnde Dialogbereitschaft der "Alternativen Menschen", obwohl sie ihrerseits genau das von anderen fordern. Jedenfalls erlebe ich das seit Jahren leider so.

 

VCS verstehe ich nicht.
Zwischen Engadinstrasse und Untertor? Da gibts doch relativ kaum Wohnungen, eher Geschäftshäuser, eh laute Restaurants, Verwaltungsgebäude und ein künstliches, äh... Kunstmuseum, und vor allem den Churerfest-Schlagerparade-Fasnachts-und-ich-weiss-nicht-was-noch-Remmidemmi-ächz-Hotspot.
Verkehrsberuhigung (oder besser: Autofreie Orte, von denen Schweiz Tourismus schweizweit elf listet, davon im grössten Kanton: null. Yeah, darauf darf sich GR echt etwas einbilden, TOP-Leistung) bräuchte es primär dort, wo Menschen Wohnen/Schlafen, gesund sein und bleiben wollen, insbesondere bereits Chronischkranke. Aber mit meinem Anliegen stosse ich bisher bei allen ach-so-Netten-und-Sozialen, die ich anfragte, auf Granit. Auch das deutliche Zeichen des damaligen Churer Gemeinderates SVP, Urs Rettich (Auftrag 2.9.2021) scheint leider null zu nützen, denn ich wohne wie er an der Südumfahrung Chur und finde das – insbesondere die heulenden Hochtonpeaks innenohrdestruierend (notabene inkl. nachts) – wie Urs Rettich schreibt: UNERTRÄGLICH.
.....
2.9.2021
Auftrag (von Gemeinderat) Urs Rettich und Mitunterzeichnende betr. Verhandlung mit dem Kanton Graubünden für Lärmschutzmassnahmen an der Umfahrungsstrasse Sommerau-Rosenhügel (Umfahrung Süd).
"Die Umfahrungsstrasse Sommerau-Rosenhügel (Umfahrung Süd) ist im Eigentum des Kantons Graubünden und führt direkt am stark überbauten Wohngebiet Chur West vorbei. Der Verkehr auf dieser Strasse hat in den letzten Jahren markant zugenommen.
Die durch den Durchgangsverkehr erzeugte Lärmbelastung an dieser Strasse ist für die angrenzenden Bewohner UNERTRÄGLICH geworden. Grosse Teile dieser Umfahrungsstrasse sind noch nicht mit Lärmschutzwänden ausgerüstet."
Mein Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2023-06-20/verkehrschaos-trot…
https://www.suedostschweiz.ch/leben-freizeit/chur-west-ein-zweites-chur…
Deutschland scheint fortschrittlicher:
https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tagesthemen/video-ts-10044…

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