×

Dem atomaren Irrsinn ein Ende setzen

Die G-7 Staaten verschärfen in Hiroshima die Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Werden die Politiker, die jetzt in Hiroshima tagen, auch dafür sorgen, dass atomar abgerüstet wird? Ein Atomkrieg würde das Ende der Menschheit einläuten. Schon der Einsatz von 100 Atombomben hätte ein nuklearer Winter zur Folge, ein Absinken der Temperatur auf der Erde, gefolgt von weltweiten Ernteausfällen und Hungersnöten.
Wichtig wäre auch, dass Schweizer Geldinstitute, die Nationalbank, Banken, Versicherungen und Pensionskassen kein Geld mehr in Firmen investieren, die Atomwaffen herstellen. Seit der Revision des Kriegsmaterialgesetzes vom 1. Januar 2013 gibt es ein gesetzliches Finanzierungsverbot von verbotenen Waffen. Darunter fallen auch Atomwaffen.
Laut der Organisation «Don’t Bank on the Bomb», verbunden mit ICAN, wurden 2021 aber dennoch 4'883 Millionen US-Dollar von der Schweiz in Firmen angelegt, die nukleare Sprengköpfe fabrizieren. Wie lange will Bern, der Bundesrat und das Parlament noch solche irren Investitionen erlauben? 2020, während der globalen Corona Pandemie, gaben die neun Atommächte 72,6 Milliarden Dollar für ihre Atomwaffen aus, mehr als 137’000 US-Dollar pro Minute.

Heinrich Frei
19.05.23 - 21:10 Uhr
Leserbrief
Ort:
Zürich
Zum Artikel:
«G7 verschärfen Wirtschaftssanktionen gegen Russland» vom 19. Mai 2023
Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.