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Big Air trotz Energiekrise

Mit erstaunen musste ich hinnehmen, dass das Big Air trotz aller momentanen Energieproblemen abgehalten wird. Das Eisfeld auf der Quaderwiese wurde sang und klanglos abgesagt, obwohl das vielen Einwohner gefällt und dient. Da stehen halt grosse Interessen im Hintergrund, die aber bei der Bevölkerung wenig anklang finden, ausser bei einigen Unternehmern, die davon profitieren und mit Politikern verstrickt sind. Ein Eisfeld für die Bevölkerung gibt kaum Gewinn für Unternehmer und Politiker, dient aber auch nicht dermassen, wie das Big Air dem Image der Stadt Chur. Wieder einmal alles und alle gegen Einwohner und Jugend: Ganz nach dem Motto, Wasser predigen und Wein trinken.

Jakob Bühler
02.10.22 - 11:34 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
«Churerinnen und Churer müssen aufs Quadereis verzichten» vom 22. September 2022
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Sehr geehrter Herr Bühler

Tja, schon wahr was Sie sagen. Macht ein Big Air, für 2 Tage Sinn!? Energieverschwendung und wahrscheinlich: Corona-Hotspot hoch drei, weil ja viele, keine Maske tragen wollen und sich e "besauffen" und nicht unbedingt die Show schauen wollen. Schon auch Wahr, das Leider, den Quadereisfeld, mal wieder, aus den ganzen Traktanden geht. Ich sage da nur: Schade! Schon den ganzen Sommer habe ich gesehen wie Chur, mehr und mehr, an fast jeden Wochenende einen Anlass hatte... Es ist schon Toll. Finde ich auch schon gut für das Image von unsere Haupstadt, aber: Die Themen, die sind die gleichen geblieben wie vor 1 Jahr: Corona, Sparen, plus kommt noch ein Krieg dazu. Sind wir sicher das 2050 Chur 50000 Einwohner haben wird? Was ist den Churer wichtiger: Qualität oder Quantität? Ich denke eher das Erste. Danke für Ihren Brief und den Gedankenstoss denn Sie mir gegeben haben.

Chur hatte sich vertraglich verpflichtet und kann nicht mehr absagen. Und vergiss nicht, Jakob, dass die Churer Bevölkerung einen fixen Betrag von total 2,38 Millionen Franken an die Veranstalterin First Event AG fuer die Austragung des Big Air von 2022-2026 im Februar dieses Jahres mit 56.7% Jas abgesegnet hatte. D.h. 43.7% hatten Bedenken, wogegen im Gemeinderat, wo 48% sich für grün halten, der Antrag des Stadtrats ohne signifikante Kritik angenommen wurde, obwohl es klar ist, dass ein solcher Event zu dieser Jahreszeit ein ökologischer und energetisch ein Schwachsinn ist. Dieses Grün nennt man im Französischen «verdâtre», was so viel wie grünlich bedeutet. Aber Hauptsache Wachstum, auch wenn`s auf Kosten unserer Nachkommen geht.

Ich kann Sie, Herr Bühler, sehr gut verstehen. Immer wieder bewilligt der Stadtrat Dinge, die weit am Interesse der Bürger vorbei gehen.
Schon vor 7 Jahren wurde der Stadt Chur, eine kostengünstige Variante zum Quader Eis angeboten, die bereits seit Jahren im Besitz der Churer sein könnte, ohne Strohm oder Wasserbedarf. In über 40 Länder der Welt ist diese Variante in Betrieb. Nur für Chur, war das kein Thema! Genau sowenig wie ein Hundeplatz auf dem Rossboden.
Schade. Aber 7 oder mehr Fußballplätze mit Flutlicht, Fahrradwege die nicht benutz werden und ein Big Air für ein Wochenende! Irgendwie stimmt das alles nicht für unsere Bevölkerung. Selbst ein Hundeplatz ist der Stadt zu teuer!
Na ja, wer weiss das schon so genau.
Wo kein Kläger, da kein Richter, nicht wahr?
Vielleicht ändert sich das irgend wann mal.
Hoffen wir es, denn Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Guido

Sehr geehrter Herr Bühler.

Es wird noch bizarrer die Fußball-WM findet ja bekanntlich im Wüstenstaat Katar statt. Wissen Sie wo die "Winterspiele 2029" stattfinden? In der Wüste Saudi-Arabiens! Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?

Finde ich ebenfalls eine Sauerei für unsere Kinder! Die Politiker auch hier im Kanton Graubünden versprechen viel und sobald Sie gewählt sind schaut alles anders aus!

Politik: Das Paradies zungenfertiger Schwätzer!

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