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Mit Atomkraftwerken wäre Abrüstung gefragt nicht Aufrüstung

Der Kaufvertrag für die 36 F-35 Tarnkappenbomber wurde nun unterschrieben und die F-35 Initiative zurückgezogen. Zu bedenken ist: Mit Atomkraftwerken wird es gefährlich, ja selbstmörderisch, die Schweiz militärisch verteidigen zu wollen, sei es nun mit F-35 Jets oder Panzern. In Beznau haben wir zwei Atomreaktoren, in Gösgen und Leibstadt auch noch je ein Kernkraftwerk. Wir haben Kühlbecken neben den AKWs für abgebrannte hoch radioaktive Brennstäbe und die Trockenlager für diese immer noch radioaktiven Stäbe in Würenlingen und Beznau. In diesem Atom-Minenfeld sollte nicht herum geschossen werden. Der Krieg in der Ukraine zeigt wieder, wie gefährlich Atomkraftwerke sein können. In jedem Krieg kann ein Atomkraftwerk durch einen Beschuss beschädigt und hochgehen wie Tschernobyl. Durch ein solches Ereignis, auch durch die Zerstörung eines Lagers mit abgebrannten radioaktiven Brennstäben, würden in einem Verteidigungskrieg in der Schweiz grosse Teile unseres Landes unbewohnbar. In Europa mit seinen vielen Atomkraftwerken dürfte eigentlich kein Krieg mehr stattfinden, wie jetzt in der Ukraine. Abrüstung wäre gefragt, nicht wie jetzt wieder Aufrüstung.

Heinrich Frei
20.09.22 - 12:01 Uhr
Leserbrief
Ort:
Zürich
Zum Artikel:
Initianten ziehen Initiative gegen die F-35-Kampfflugzeuge zurück vom 20. September 2022

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