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Mit Atomkraftwerken wäre Abrüstung gefragt nicht Aufrüstung

Beznau: Zwei Atomreaktoren plus Gösgen und Leibstadt. Kühlbecken neben den Atomkraftwerk für abgebrannte Brennstäbe, Trockenlager für radioaktive Stäbe in Würenlingen. Ein Endlager für radioaktiven Müll ist wichtig.
Der Krieg in der Ukraine zeigt, wie gefährlich Atomkraftwerke sind. In einem Krieg kann ein Atomkraftwerk beschädigt werden und hochgehen wie Tschernobyl. Durch ein solches Ereignis, auch durch die Zerstörung eines Lagers mit abgebrannten Brennstäben würden in einem Verteidigungskrieg in der Schweiz grosse Teile unseres Landes unbewohnbar. In Europa mit seinen vielen Atomkraftwerken dürfte eigentlich kein Krieg mehr stattfinden, wie in der Ukraine. Abrüstung wäre gefragt, nicht wie jetzt wieder Aufrüstung. Ein Krieg könnte ganz Europa unbewohnbar machen, durch die Beschädigung von mehreren Reaktoren und atomaren Wiederaufbereitungsanlagen wie La Hague oder Sellafield: Eine radioaktive Wolke von den ersten zerstörten Reaktoren würde sich über Europa wie eine Kettenreaktion ausbreiten und die Mannschaften in den noch funktionierenden Atomanlagen zur Flucht zwingen, sodass auch diese Atomreaktoren durch Ausfall der Stromzufuhr nicht mehr gekühlt würden und hochgingen.

Heinrich Frei
19.09.22 - 23:02 Uhr
Leserbrief
Ort:
Zürich
Zum Artikel:
Nagra hat sich für Atom-Endlager Nördlich Lägern entschieden vom 10. September 2022

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