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Nein zur Revision der Verrechnungssteuer

Nein zur Revision der Verrechnungssteuer

Am 25. September stimme ich mit Überzeugung Nein zur Abschaffung der Verrechnungssteuer auf Obligationenzinsen. Nein stimme ich aus drei Gründen:
1. Die Abschaffung dieser Steuer kann jährlich insgesamt zu Steuerausfällen von bis zu 800 Millionen Franken führen. Bezahlen wird die Schweizer Bevölkerung, denn diese Ausfälle müssen in anderen Bereichen kompensiert oder Leistungen abgebaut werden.
2. Diese Verrechnungssteuer bezweckt in erster Linie die Eindämmung der Steuerhinterziehung. Fällt dieser Sicherungsmechanismus weg, wird unweigerlich die Steuerkriminalität für Vermögende aus dem In- und Ausland gefördert.
3. Aktuell existieren in der Schweiz ungefähr 200 Grosskonzerne, welche von dieser Abschaffung profitieren. Das bedeutet, volkswirtschaftlich bringt die Vorlage nichts, es werden lediglich neue Sonderrechte für 0.03 Prozent der Unternehmen in der Schweiz geschaffen.

Sandra Locher Benguerel, Nationalrätin, SP Graubünden

Sandra Locher Benguerel
26.08.22 - 15:54 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur

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