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Das Übel sind die Fotoapparate, die Blitzlichter und Mikrofone

Schon zu Zeiten von Bundesrätin Metzler hatte man gemunkelt, jedes Mal, wenn der Blitz des Nachts aufleuchte, stürme Frau Metzler auf den Balkon, in der Meinung, jemand wolle ein Bild oder gar ein Statement von ihr.
Genau das ist in dieser Zeit ein Riesenproblem.
Tausende Regierungsvertreter oder sonstige Politiker, Sachverständige, Militärs und Beamte aller Fasson erbrechen sich fast vor den Mikrofonen und plaudern jeden Haferkäse daher, um nur Stunden danach das pure Gegenteil zu verkünden.

Da werden auch Details zu Kriegszielen, Waffenlieferungen, Truppenverschiebungen sowie Waffeneinsätzen herausposaunt, um sich wahnsinnig wichtigzumachen. Schaut euch mal die Politiker an, die einem Auto entsteigen. Sie suchen, nein, lechzen nach einem Mikrofon, noch bevor sie sicher sind, dass sie den Hosenschlitz geschossen haben und das Jackett geschlossen ist. Das schadet nicht nur ihnen selbst, sondern auch der Sache.

Theo Hess
19.07.22 - 17:36 Uhr
Leserbrief
Ort:
Landquart
Zum Artikel:
Artikel in der "Moskau Times" zur Warnung der Ukraine an Russland, die Krim anzugreifen.

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