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Unser Steuergeld wird's schon richten.

Von der Alp Cristallina ob Medels gibts wieder traurige Nachrichten. 70 Schafe sind über einen Felskopf in die Tiefe gestürzt, gut 40 davon tot. Die Wolfsflüsterer forschen nun fieberhaft, ob hier wirklich der Wolf der Grund war, für diese Panik. Die Hirten, werden genauestens überprüft, ob nicht irgendeine Schutzvorschrift unterlassen wurde, die zu diesem Vorfall geführt hat. Aber nein, es wurde alles Menschenmögliche getan, leider ohne Erfolg. Den Verantwortlichen des verheerenden Entscheides, den Wolf wieder einzuführen, bleibt zum Glück der Trost, dass der Bund die Verluste ja entschädigt. Wie realitätsfremd ist denn das? Es gab Zeiten, wo die Politiker sich noch für die Bevölkerung, oder die Minderheiten einsetzten. Die Bergbauern von nur 3 Kantonen, mit dem Wolfsproblem, sind so eine Minderheit. Heute versteckt sich der Politiker achselzuckend hinter den Experten und Ideologen, die den Praktikern die Welt erklären, sie mit Vorschriften schikanieren und noch vorgeben, die Probleme einfach mit unserem Steuergeld aus dem Weg räumen zu können. Wann gibts endlich Transparenz über die wahren Kosten des Wolfsschutzes und wann ist eigentlich der gesunde Menschenverstand wieder gefrag

Annemarie Spescha
30.06.22 - 21:09 Uhr
Leserbrief
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Es sind nicht nur die Politiker verantwortlich, sondern die Bevölkerung, die über das neue Gesetz abgestimmt hat. Darin waren verschiedene Anliegen vom Tierschutzgesetz enthalten.
Würde man heute nur allein über den Wolfschutz abgestimmt, wäre das Resultat vielleicht anders nach den Erfahrungen in den letzten Jahren.

Werter Herr Steinmann
Die Berggebiete verdanken das Wolfsproblem der höchsten politischen Stelle, indem die zuständige BR ungeachtet der Folgen, das Biodiversitäts-Begehren von Brüssel, eigenmächtig und wieder einmal brav, unterschrieben hat.
Im Vorfeld zur Jagdgesetz-Revisionsabstimmung hat BR Somaruga in einer Arena zugegeben, Zitat: „Wir haben den Wolf gewollt“ sie muss es ja wissen.
Als die unvermeidlichen Probleme zum Vorschein kamen, verpackte man die Wolfsregulierung in das neue Jagdgesetz, diskutierte aber beflissen über das arme Schneehuhn, das doch nicht einfach abgeknallt werden dürfe. In den Medien waren vor allem die so herzigen Wolfswelpen im Vordergrund, und der Herdenschutz über jeden Zweifel erhaben. Die grösstenteils nicht betroffene Bevölkerung, hat in der Folge das Gesetz abgelehnt. Die Wölfe und deren Experten konnten sich nun ungehindert ausbreiten. Erstere sind nutzlos, ja schädlich und dazu unverschämt teuer, dasselbe gilt für auch für deren -Hätscheler-. Das ist also die heutige, direkte Demokratie, die Politik unterschreibt zu Lasten einer Minderheit, die dann von den nicht Betroffenen und Desinformierten überstimmt wird. Es ist absehbar und himmeltraurig, dass es Menschenopfer braucht, bis das Mass endlich voll ist.