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Der Bürger wird für blöd verkauft!

Es ist eine absolute Frechheit, wie sich das Amt für Natur und Umwelt (ANU) im Zusammenhang mit den Grenzwertüberschreitungen beim Holcim-Werk in Untervaz verhält. Grenzwertüberschreitungen werden einfach verschwiegen und mit fadenscheinigen Argumenten unter den Teppich gewischt. Für was haben wir eigentlich ein ANU? Das ANU und schliesslich der Kanton setzt mit diesem Vorgehen die Gesundheit der Bevölkerung im Churer Rheintal aufs Spiel. Der Gipfel der Frechheit ist dann die Aussage von Herrn Fehr, dass bei Grenzwertüberschreitungen eine Sanierungsfrist von fünf Jahren (!) gewährt wird. Das heisst also, dass das Holcim-Werk fünf geschlagene Jahre die Dioxin-Grenzwerte überschreiten darf, bis sie die Anlage sanieren muss. Und eine Sanierung innert dieser fünf Jahre nennt Herr Fehr dann auch noch sportlich. Herr Fehr, darf ich meinen undichten Heizöltank auch erst in fünf Jahren sanieren? Kaum. Man sieht einmal mehr, dass der Bürger für den Kanton nur als Steuerzahler wichtig ist, die Gesundheit der Bürger hingegen ist mehr als zweitrangig. Vorsteher solcher Ämter mit so bürgerfeindlichen Einstellungen gehören auf die Strasse gestellt. Herr Fehr, nehmen Sie den Hut!

Peter Meister
22.02.22 - 15:35 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Grenzüberschreitung in luftigen Höhen, Ausgabe vom 22.02.2022

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