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AKWs und Armeen passen nicht zusammen

Neue AKWs sollen einen Beitrag zur Energiewende liefern, meinen jetzt gewisse Staaten der EU. Zu sagen dazu ist: AKWs vertragen keinen Verteidigungskrieg der Nato oder der Schweizer Armee. Fessenheim, Beznau, Gösgen, Leibstadt durch Artilleriebeschoss und durch Jets in einem Verteidigungskrieg der Nato oder der Schweizer Armee beschädigt, die Kühlung fällt aus? Grosse Teile der Schweiz würden für Jahrhunderte unbewohnbar, wie rings um die dünn besiedelte Gegend um das AKW Tschernobyl.
Nach 40 Jahren immer noch aktuell: Das Buch von Holger Strohm, Friedlich in die Katastrophe, eine Dokumentation über Atomkraftwerke (1981)
Noch furchtbarer wäre eine schwere Panne in einem Krieg in einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage, in La Hague bei der Cogéma oder in Sellafield bei der British Nuclear Fuels. Weite Teile Europas, je nach Windrichtung, würden unbewohnbar. Ein grosser Unfall in einer Wiederaufbereitungsanlage wäre x-mal schlimmer als die Unfälle in Tschernobyl oder in Fukushima. London, Brüssel, Paris, München, Berlin, Kopenhagen, Hamburg müssten je nach Windrichtung evakuiert werden. weil sonst die Bevölkerung erheblich geschädigt würde. AKWs und Armeen passen nicht zusammen.

Frei Heinrich
06.01.22 - 16:27 Uhr
Leserbrief
Ort:
CH-8050 Zürich
Zum Artikel:
Neue Atomkraftwerke in der EU und Energiewende

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