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Einfahrt Göschenen gesperrt

Einfahrt Göschenen gesperrt

Diese Nachricht aus dem Radio kennen wir alle. Bei Stau vor dem Nordportal des Gotthard Tunnels sperrt die Kantonspolizei Uri, in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA), die Einfahrt Göschenen der A2, sodass kein Ausweichverkehr zur Umfahrung des Staus möglich ist. Bei Stau vor dem Südportal des Tunnels macht die Kantonspolizei Tessin bei der Einfahrt Airolo das gleiche. Was die Urner und Tessiner schon seit vielen Jahren praktizieren, können unsere Kantonspolizei und das ASTRA doch auch, nämlich bei Stau auf der A13 mit angepassten Massnahmen den Ausweichverkehr durch die Dörfer unterbinden. Oder ist ihnen die Sicherheit und das Wohlbefinden der BewohnerInnen von Rhäzüns bis Maienfeld schlicht wurst? Und wenn sich die dazu gebildete überregionale Arbeitsgruppe auch noch den unerträglichen Ausweichverkehr in Chur durch das ruhige Loëquartier zur Umfahrung der täglichen Staus in der Masanserstrasse vorknüpft, wird dies, ausgenommen die Gaspedallobby natürlich, alle Betroffenen freuen.

Peter Hartmann, Trimmis

Peter Hartmann
04.01.22 - 18:55 Uhr
Leserbrief
Ort:
Trimmis
Zum Artikel:
Arbeitsgruppe greift A13-Probleme auf

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Das Problem hatten wir auch schon mal zu Ostern im Rheinquartier und einer ist damals sogar im Giacomettiweg stecken geblieben. Und so viel ich weiss, ist das Befahren der Waisenhausstrasse in Chur nur für Anrainer gestattet. In solchen Fällen könnte man einfach eine Kamera aufstellen und später büssen. Aber das wäre laut Herr Meister ja Bürgerabzockerei.
Man muss sich aber bewusst sein, dass eine Unterbindung des Ausweichverkehrs durch Dörfer noch längere Staus zur Folge hat. Der Bau von noch mehr Strassen, wie es z.B. die Mobilitätsstrategie Chur 2030 vorschlägt, oder der geplante Bau der St. Luzi-Brücke sind da keine Lösung, weil das zu nur noch mehr Verkehr führt oder ihn z.T. nur verlagert. Menschen, die sich wie Lemminge benehmen, sollte man nicht noch ermutigen. Die sollen halt im Stau stecken bleiben.

Herr Hartmann. Die Kapo GR kann schlichtweg kein Personal dafür abkommandieren. Das Personal ist für wichtigere Einsätze bzw. Geschwindigkeitskontrollen abdelegiert. Die Kapo setzt die Priorität lieber auf Bürgerabzocke anstatt auf Bürgernähe. Die Bussen-Budgetziele des Kantons und die Bussen-Ziele der einzelnen Polizisten müssen erfüllt werden! Ausweichverkehr regeln trägt nichts zur Zielerreichung bei.

Ich habe schon immer gesagt, dass die Bündnerregierung zu wünschen lässt .Auch das Astra lässt in Graubünden zu wünschen. Es wäre auch die Aufgabe der Kapo-Graubünden, den Verkehr so zu regeln, dass die Dörfer verschont bleiben. Aber schlafen während der Arbeit kann auch sehr schön sein. Ich wohne in keinem geplagten Ort des Geschehen, aber ich würde mich auch ärgern darüber. Man sitzt lieber in seinem Büro, als man sich in ein betroffenes Dorf begibt, wo es ein Verkehrskolaps entsteht. Für alle Dörfer, die betroffen sind, viel Glück, dass es so schnell wie möglich besser wird.

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