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Allerheiligen - das Fest zum Bäumeschneiden auf dem Friedhof?

Allerheiligen - das Fest zum Bäumeschneiden auf dem Friedhof?

An Allerheiligen, am 1. November 2021 - einem schweizweit anerkannten, jedoch nicht überall als Freitag deklariertem, katholischen Feiertag - hat auf dem Friedhof Daleu in Chur die städtische Stadtgärtnerei ihren Handwerker zum Bäumeschneiden ausgesandt. Während der Gräbersegnung, als der Priester nach der Allerheiligen-Messe in der Erlöserkirche den alljährlichen Segen für die Gräber spendete. Das ist von den städtischen Behörden erstens pietätlos und zweitens ein Affront gegen die katholischen Gläubigen.
Zudem wurde in allen katholischen Kirchen in Chur für die Messe an Allerheiligen ein Zertifikat verlangt - das wurde bei der Einführung der Zertifikatspflicht im September durch den Bundesrat jedoch ausdrücklich erwähnt: Für religiöse Veranstaltungen - diese seien ein Grundrecht für alle - würde keine Zertifikatspflicht gelten. Wenn die End-Ramadan-Feier in den Moscheen stattfinden, wird dann auch Zertifikatspflicht gelten? Als wegen einem muslimischen Feiertag alle Parkplätze besetzt waren, hatten die städtischen Behörden gesagt, es sei ein hoher muslimischer Feiertag, man könne nichts machen.

Priska Haldner
09.11.21 - 12:00 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur

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Das scheint eine Tatsache zu sein - die von den einen geflissentlich ausgeblendet wird, weil sie davon profitieren und von den andern, die davon betroffen sind, nirgends vorgebracht werden kann, wo es eine Veränderung dieser Situation bewirken könnte-es ist eine Art Apartheid einfach anstatt "for wihtes only" im Sinne von "for foreiners or "new swisspoeple" only:: The flats, the money, the dignity and privacy and the human rights.

Ihren ärger ist verstädlich weden Sie sich doch direkt an die zustädige Stadrätin Maissen eine auch katolische mitte politkerin hat sicher genaus viel verständis wie ich und viele andere

Ja, ja, Herr Schaffhauser, die Politiker und ihre Verantwortung - ob das Bäumeschneiden an Allerheiligen auf dem Daleufriedhof von der zuständigen Stadträtin Maissen abgesegnet worden war, wage ich zu bezweifeln-das war wohl niederschwelliger. Wo aber ein ehemaliger Politiker sich verantwortlich zeigte, ist beim alt Stadtrat Tom Leibundgut ( von Haus aus Berner ) der Gräberfelder auf dem Daleufriedhof, die schon vor mehr als fünfzig Jahren aufgehoben worden waren, weiterhin brach liegen liess, während Gräberfelder, bei denen die Bestattungen erst vor zwanzig Jahren erfolgten -also kurz nach dem Abruf der Gräber- neu zur Bestattung frei gegeben wurden. Früher war es Konsens, dass zuerst die älteren Gräberfelder neu zu aktuellen Bestattungen frei gegeben werden -jedenfalls in Chur, auf dem Daleufriedhof - in Bern war das vielleicht anders...
Ebenso fiel es in die Amtszeit von alt Stadtrat Tom Leibundgut, als man in der Daleukapelle in Chur (!) für einen verstorbenen SP-Stadtrat aus Bern, der absolut nichts mit Chur zu tun hatte, noch eine Gedenk-Veranstaltung abhielt- und-nur am Rande bemerkt, fiel in die Kompetenz des alt Stadtrats Tom Leibundgut auch der Ausbau der Moschee am Winterbergweg in Chur.

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