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Leserbrief zum Interview mit René Schönfelder vom 3.11.2021

Leserbrief zum Interview mit René Schönfelder vom 3.11.2021

Verängstigt und verärgert – so einfach ist es nicht.

Die Schulkommission macht es sich in ihrer Stellungnahme zum Projekt etwas zu einfach, wenn sie den Widerstand gegen das Projekt einzig auf Angst und Ärger der Elternschaft reduziert und die integrierte Oberstufe mit in Mode scheinenden Schlagwörtern preist. Die Schulkommission war bisher nicht in der Lage, berechtigte Fragen zum Systemwechsel, wie den damit verbundenen Mehrkosten, die dafür benötigte Infrastruktur und die erforderlichen personellen Ressourcen, sprich ausreichend Lehrer, Platz und Finanzierung, zu beantworten – und dies obwohl sie beabsichtigt, den Systemwechsel schon auf das kommende Schuljahr zu vollziehen. Unklar ist auch, was mit den zwei Versuchskaninchen-Klassen passiert, falls der Versuch nach drei Jahren gestoppt würde. Mehr als ein «das wird guät» bekommt man als Antwort nicht. So gut gemeint die Absichten der Kommission allenfalls sein mögen, so unausgegoren ist das Projekt. Das verärgert und verängstigt mich in der Tat - mehr aber als Steuerzahlerin, denn als Mutter.

Carmen Kamm-Licini, Ennenda

Carmen Kamm-Licini
03.11.21 - 08:29 Uhr
Leserbrief
Ort:
Ennenda
Zum Artikel:
Ausgabe Glarus, Interview mit René Schönfelder vom 3.11.2021

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