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Stau-Umfahrer

Stau-Umfahrer

Ältere unter uns erinnern sich noch an die Zeit, als vor dem Bau der Walenseeautobahn bei den vielen Staus auf der A3 zwischen Sargans und dem Walensee Polizeibeamte dafür sorgten, dass nur Berechtigte die Kantonsstrasse zwischen Sargans und Walenstadt befuhren. Davon hat u.a. auch die Gemeinde Sils i.E. gelernt, die sehr unter dem Schleichwegverkehr vorab italienischer Schneesportler durch Sils hindurch nach der Furtschellas Bahn litt. Seit vielen Jahren herrscht in Sils jedoch höchste Sicherheit und Ruhe, denn eine Barriere eingangs Sils Maria lässt nur noch Anwohner und andere Berechtigte mit Handsender für die Barrierenöffnung durch.
Je eine solche Barriere südlich von Rhäzüns und Zizers mit ähnlicher Berechtigung zu ihrer Bedienung würde jegliches Verkehrsproblem in diesen Dörfern lösen und die Schleichwegfahrer dorthin verweisen, wo sie hingehören, nämlich auf die A13. Im Stau stehen ist schliesslich ein Menschenrecht, das nicht Frage gestellt werden darf.
Halt, monieren das ASTRA und der Kanton, die Strassen durch Rhäzüns und Zizers sind Kantonsstrassen und die müssen JEDERZEIT für jeglichen Verkehr offen sein. Schüchterne Frage dazu: wieviele Kantonsstrassen in Chur, Davos, Thusis und in vielen anderen Orten werden jedes Jahr temporär und zu Recht für Fastnachtsumzüge, Schlagerparaden, Stadt- und Dorffeste, Wochenmärkte, das WEF etc. für jeglichen Verkehr gesperrt? Viele.
Aber solange den zuständigen Behörden von Bund und Kanton die jederzeitige „freie Fahrt für freie Bürger“ in ihren 2 to Blech wichtiger ist als die Sicherheit und Ruhe in Rhäzüns, Zizers und anderswo, wird sich am heutigen Elend wohl nichts ändern. Leider.

Peter Hartmann
06. Oktober 2021, 13:28:33
Leserbrief
Ort:
Trimmis
Zum Artikel:
Stau-Umfahrer verärgern Bevölkerung an der A13

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a) Herr Peter Hartmann ist Verkehrsingenieur. Verdient also an Planungen im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr.

b) Eine Blockade macht Anlieferungen für Industrie, Gewerbe etc. zur Tortur. Ausserdem würden Bäckerei Signer und andere Geschäfte (&Geschäftspotenziale) abgeschnitten (Kunden).

c) Zizers ist seit eh und je ein Durchfahrtsdorf. Leute die sich über den Verkehr beklagen, haben wahrscheinlich eher ein psychisches Problem. Andere wären nämlich um den Verkehr dankbar.
Aber es ist das Selbe wie mit Kuhglocken, Kirchenglocken, Kindern die spielen und angeblich zu laut sind und vielem mehr.

Ich nehme den Verkehr gerne auf meine Parzelle.

d) Früher gab es keine 30er Zonen und diesen ganzen Humbug. Eltern waren im Stande, Kinder korrekt auszubilden, wie sie sich zu verhalten haben, wenn man über die Strasse geht. Angeblich haben wir eine zu grosse Bevölkerung (Was so oder so erwiesenermassen nicht stimmt).

Einerseits sei es ein Elend mit dem Strassenverkehr, andererseits hätten wir eine zu grosse Bevölkerung. Passt irgendwie nicht zusammen. Denn so viele wie angeblich von den bösen Autos überfahren werden, da müsste die Bevölkerung längst schrumpfen.

e) Barriere: Die Barriere macht man am besten bei der Stadt Zürich in Graubünden und bei der ETH und Uni Zürich. Von da her kommt nämlich das ganze Elend nach Graubünden. Von kommunistisch unterwanderten Unis, welche insbesondere geistig labile Schüler fördert.

Herr Peter Hartmann soll doch Mal nach Istanbul oder in andere Städte reisen, damit er erfährt, was "Strassenverkehr" ist, in welchem man für einen Kilometer eine Stunde benötigt.

Ich denke, es wäre besser, wenn Pensionierte und bald Pensionierte aufhören würden, wegen ihren psychischen Problemen ständig uns junger Generation Schulden aufzuhalsen und irgendwelche Projekte anzugehen, welche nicht wichtig sind.

Der Verkehr in Zizers ist top. Man sollte überall Strassenschilder aufstellen: "Kommt nach Zizers".

Wer die Strasse nicht überqueren kann, muss vielleicht auch einen Riegel weniger essen, damit er schneller gehen kann.

Es braucht weder neue Verkehrseinschränkungen, noch 30er Zonen etc.

Beschränken muss man die Zahl der ETH Subventionen, ETH-Studiengänge, Uni Zürich Subventionen, Uni Zürich-Studiengänge und die Zufahrt der Zürcher nach Graubünden, dann regelt sich der Rest ganz von selbst.

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