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Weiterhin viel Arbeit für die Jägerinnen und Jäger Der Jagddruck beim Hirsch- und Rehwild bleibt hoch. 2021 müssen im Kanton Graubünden unter anderem 5565 Hirsche erlegt werden.

Weiterhin viel Arbeit für die Jägerinnen und Jäger Der Jagddruck beim Hirsch- und Rehwild bleibt hoch. 2021 müssen im Kanton Graubünden unter anderem 5565 Hirsche erlegt werden.

Die Jagd fungiert leider immer mehr als Marionette und Dienstleister einer vom Forst organisierten verfehlten kurzsichtigen Umweltpolitik. Oder anders gesagt - vermeintliche "Schädlingsbekämpfung" mit ausgeschaltetem eigenen Denkvermögen - ein empathieloses Trauerspiel und Eigentor sondergleichen.

Riet Caspescha
07. Juli 2021, 15:21:56
Leserbrief
Ort:
Pontresina

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Ich frage mich, wo eigentlich die Motive für die Jägerei herkommen?
Jagd zur Beschaffung zur Nahrung ist es heutzutage wohl nicht mehr.
Triebe aus der Stein- Bronze oder was auch immer Zeit?
Maskulines Heldentum? Obwohl ja neuerdings auch Frauen und gar Kinder jagen.
Was für ein Heldentum ist das denn, wehrlose Tiere abzuknallen, gar noch Kitze und ihre Mütter?
Eher ein Verbrechen.
Oder ist die Jagd für viele eine Art "Notventil" um während des Jahres aufgestauten Frust z.B über den Chef, die Ehefrau, die nicht so will wie man möchte, konkurrierende mobbende Arbeitskollegen etc. einmal richtig auszulassen indem man Lebewesen, die eigentlich gar nichts damit zu tun, haben abknallt? Vieles was manche Jagd nennen sind wahre Hinrichtungen. Was für Chancen hat denn ein Reh im Maisfeld, wenn es von mehreren Jägern empfangen wird?
Da wurde bei der letzten Abstimmung behauptet, eine Annahme der Initiative "Für eine naturverträgliche und ethische Jagd" würde Wald und Wild bedrohen.
Logik dahinter man müsse Wild abknallen um es zu schützen. Man könnte das auch so übersetzen man müsste Menschen zuerst abknallen um diese zu schützen.

Hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt? Das Wappentier, der Steinbock wurde im Kanton einst durch "übereifrige" Jäger ausgerottet.
Genau so erging es dem Waldrapp, einst auch hier angesiedelt.

Die Behauptung, die Jagd brauche es zur Regulierung der Population dürfte längst wiederlegt sein.
Im Nationalpark gilt seit eh und je Jagdverbot.

https://www.zwangsbejagung-ade.de/naturohnejagd/schweizerischer-nationa…

In Luxemburg wurde die Fuchsjagd abgeschafft, die prophezeiten Horrorszenarien von zu vielen Füchsen traten nicht ein.

https://www.wort.lu/de/lokales/fuchsjagd-bleibt-verboten-5f104fa3da2cc1…

Bezugsgrösse, die Grundlage jeder Bestandsschätzung.
Die dem AJF zur Verfügung stehenden Daten sind nicht standardisiert, nicht verifiziert und schon gar nicht validierbar. Sie stammen aus den ""weltbesten Kohortenanalysen/Controlling" ohne Wissen über die realistischen Wildbestände - peinlich aber wahr. Fragen sie nach beim AJF, ob deren Jagdplaner Begriffe wie Befruchtungsrate (Anzahl befruchtete Eier, Verluste während der Tragzeit), Geburtenrate (Anzahl geborene Tiere, Verluste in den ersten Lebensmonaten), Nachwuchsrate (Anzahl überlebender Kitze/Kälber, 2-3 Monate nach der Geburt und Abgang durch Jagd und Fallwild im 1. Winter) zur effektiven Zuwachsrate (Anzahl Jungtiere, die den ersten Winter überleben, Stichdatum 1. April) ¨überhaupt kennen. Ohne dokumentierte Bestandsgrösse keine seriöse Jagdplanung möglich.

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