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Das CO2-Gesetz wird enorme Mehrkosten verursachen

Das CO2-Gesetz wird enorme Mehrkosten verursachen

Mit dem zur Abstimmung gelangenden CO2-Gesetz werden die Mietnebenkosten einer mit Erdöl beheizten Liegenschaft erheblich verteuert. Nur sagt dies den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern niemand offen und ehrlich. Mit der geplanten Erhöhung der CO2-Abgabe um 118 % werden auch die Heizkosten des grössten Teils der Mieterinnen und Mieter massiv steigen. Heute beträgt die CO2-Abgabe für eine durchschnittliche 4-Zimmerwohnung rund Fr. 34.-/Monat oder Fr. 411.-/Jahr. Mit dem neuen CO2-Gesetz wird diese Abgabe in den nächsten Jahren auf Fr. 74.-/Monat bzw. Fr. 895.-/Jahr ansteigen. Dazu kommen allfällige Kostensteigerungen des Brennstoffs. Erzwungene energetische Sanierungen an Altbauten, die zumeist über günstige Mietwohnungen verfügen, werden die Mietkosten zusätzlich enorm in die Höhe treiben. Ebenso werden Zulieferer und Dienstleister ihre Treibstoff Mehrkosten für Transport und Produkteherstellung ebenfalls auf die Konsumenten abwälzen. Die Lebenshaltungskosten werden insgesamt, entgegen den Aussagen des Bundesrates, erheblich steigen. In der Vergangenheit hat sich denn ja auch immer wieder erwiesen, dass die Aussagen des Bundesrates vor den Abstimmungen, angefangen von der ursprünglich nur als vorübergehend versprochenen Bundessteuer bis hin zur zehnfach höheren Zuwanderung, einfach nicht stimmen. Das Tragische ist aber, dass, sollte das CO2-Gesetz angenommen werden, mit diesem enorme Kosten verursachenden Kraftakt unser aller Lebensstandard sinken wird, die Erderwärmung bzw. das Klima hingegen in keiner Weise ein Änderung erfahren wird, da die Schweiz lediglich 0.11 % des weltweiten CO2-Ausstosses emittiert. Vernünftigerweise ist dieses CO2-Gesetz deshalb klar abzulehnen.
Beda Egger, Chur

Beda Egger
27. Mai 2021, 19:20:11
Leserbrief
Ort:
Chur

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Genau diese Haltung hat uns in dies heutige Situation des Klimawandels gebracht: Handeln sollen die anderen, ich selber kann sowieso nichts ausrichten und optimiere den kurzfristigen Nutzen. Die Schweiz, nein jeder Einzelne muss seien Beitrag leisten! Billige Mietwohnungen, die nur deshalb billig sind, weil sie fossile Energie verschleudern, sind kein Rezept für die Zukunft unserer Kinder!

Christian Stricker, Davos

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