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Massentierhaltung: Wenn Medien schweigen

Massentierhaltung: Wenn Medien schweigen

Die Massentierhaltung ist die Grausamste aller durch den Menschen verursachten Katastrophen, und sie läuft pausenlos, rund um die Uhr, ab. Viele Milliarden Tiere befinden sich weltweit in riesigen «Produktionsanlagen». Die Weltbevölkerung wächst extrem stark, und als direkte Folge davon steigt auch die Anzahl Tiere, die unter grauenhaften Bedingungen gehalten werden.
Am 1. April 2021 wird bekannt, dass sich in einem grossen Schweinemastbetrieb in Deutschland ein Feuer ereignet hat. 57000 (!) Schweine verbrennen oder ersticken im Feuer.
Eine Schweizer Nachrichtensendung berichtet am selben Tag über folgende Themen:
Stau am Gotthard, ein Fest in einer spanischen Stadt wurde abgesagt, Gärtnern mit Bau und Hobby, Frühlingsputz in einem Museum in Paris… Kein Wort zur Katastrophe in Deutschland. Nicht über ein solches Ereignis zu berichten, ist ein eindrückliches Beispiel der allgemeinen Gleichgültigkeit gegenüber diesem Thema.

Urs Simmen
19. April 2021, 21:16:19
Leserbrief
Ort:
Thusis

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genau darum ist die Schweiz. Landwirtschaft viel tiergerechter und darum müssen wir sorgen, dass wir den Bogen an Vorschriften nicht überspannen und vermehrt billige Lebensmittel aus dem Ausland importiert werden wo Tiere unwürdig gehalten werden.
z. B. Rindfleisch aus Amerika - wo Stiere ohne Betäubung kastriert und enthornt werden!!!

Leider hat Urs Simmen recht. Wegen der Massentierhaltung habe ich schon im Jahr 1986 damit begonnen, meinen Fleischverbrauch stark einzuschränken. Zwar ist der Mensch ein Allesesser, doch niemals darf man dermassen bedenkenlos und im Übermass tierische Produkte verzehren. Allein schon die Tatsache, dass man auf der gleichen Fläche, auf der man 1 kg Fleisch erzeugt, 10 kg pflanzliche Nahrung erzeugen kann, sollte den Menschen zu denken geben. Doch die Mehrheit der Konsumenten ist passiv. Würden diese Menschen Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen kennen, so gäbe es keine Massentierhaltung im heutigen Ausmass mehr.
Martin Hofer, Fuldera

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