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Ohne Schlagzeilen: Geldanlagen von CH-Institutionen in Atomwaffenindustrie

Ohne Schlagzeilen: Geldanlagen von CH-Institutionen in Atomwaffenindustrie

Die Credit Suisse ist wegen dubiosen Finanzspekulationen wieder in die Schlagzeilen geraten. Der Heilige Geist wird diese Bank nicht vor einem Konkurs retten, falls es so weit kommen würde. Als systemrelevante Bank würde der Staat der Credit Suisse helfen, wie seinerzeit der UBS.

Keine Schlagzeilen machen andere Investitionen von systemrelevanten CH-Institutionen. - Geldanlagen, ohne Einspruch der Bundesrätinnen, Bundesräte, des Parlamentes und des Bundegerichtes. - Die Schweizerische Nationalbank, Banken, Versicherungen und Pensionskassen investieren Milliarden in Rüstungskonzerne. - Wie viele Milliarden ist mir nicht bekannt. - Bekannt hingegen ist, dank Recherchen von ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, dass im Jahr 2019 Schweizer Geldhäuser für 8,983 Milliarden US-Dollar in Konzerne investierten die Atomwaffen herstellen. Dont Bank On The Bomb - CH 2019 - ICAN Switzerland | Tableau Public

Zum Vergleich die Finanzinstitute Deutschlands, ein Land mit 84,3 Millionen Einwohnern, platzierten 2019 11,759 Milliarden US-Dollar in die Atomwaffenindustrie. Die Schweiz hat 8,6 Millionen Einwohner. Pro Kopf der Bevölkerung investierte die Schweiz also 2019 1046 USD in Atomwaffenkonzerne und Deutschland 141 USD. Nach den USA investieren Schweizer Finanzinstitute gerechnet pro Kopf der Bevölkerung am meisten Geld in Firmen die nukleare Waffen herstellen. (USA 1'729 USD pro Kopf Investitionen in die Nuklearwaffenindustrie.)

Atomwaffen könnten gar nicht in einem Krieg eingesetzt werden. Denn schon die Explosion von hundert Atombomben würden einen weltweiten nuklearen Winter zur Folge haben, mit Ernteausfällen und nie dagewesenen Hungersnöten. Nuclear winter - Wikipedia

Heinrich Frei
02. April 2021, 22:26:26
Leserbrief
Ort:
CH-8050 Zürich
Zum Artikel:
Finanzspekulationen der Credit Suisse

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