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Am blutigen Geschäft mit dem Krieg ist die Schweiz beteiligt

Am blutigen Geschäft mit dem Krieg ist die Schweiz beteiligt

Der Krieg in Syrien ist auch ein Geschäft für die CH-Rüstungsindustrie. An diesem blutigen Geschäft macht auch die Schweiz mit, abgesegnet vom Parlament und vom Bundesrat.

Die Schweiz hat im letzten Jahr 24 Prozent mehr Kriegsmaterial exportiert als 2019. Schon 2019 verkaufte die Schweiz 43 Prozent mehr Rüstungsgüter als 2018.

Total Kriegsmaterialexporte 2020: CH 901'184’777
Total Kriegsmaterialexporte 2019: CH 727'960’644
Total Kriegsmaterialexporte 2018: CH 509'880’699

Diese Zahlen sind abstrakt, man kann sich nichts darunter vorstellen. Dazu Vergleiche zum Thema Fotovoltaik, aktuell da die AKWs einmal abgeschaltet werden.

Die Einwohner in Zürichs können beim Elektrizitätswerk Fotovoltaik Panels kaufen, die dann auf einem Schulhaus oder einem anderen öffentlichen Gebäude installiert werden. Pro Quadratmeter Panel kostet dies 250 Franken. Bei der Stromabrechnung des EWZ wird der Stromertrag dieser Panels dann verrechnet.

Um den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Haushaltes in der Schweiz abzudecken, benötigt man ein etwa 30 – 40 m2 Fotovoltaik Panels. Die Installation von 40m2 kostet also in Zürich 40m2 x 250 Franken, also rund 10'000 Franken. Mit dem Geld der Kriegsmaterialexporte 2020, von 901'184'777 Franken könnte man 90'000 Haushalte mit Strom versorgen.

Grundsätzlich ausgeschlossen ist die Bewilligung eines Ausfuhrgesuches für Kriegsmaterial, wenn «das Bestimmungsland in einen internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt ist.» Darüber foutiert sich der Bundesrat.

Zahlreiche Empfängerstaaten waren auch wieder im letzten Jahr in «interne oder internationale Konflikte» verwickelt, unter anderem die USA, die immer noch in Afghanistan, in Syrien Krieg führt und mit Drohnen aussgerichtliche Hinrichtungen von Verdächtigen durchführt, in Afghanistan, dem Irak, in Somalia usw. Bei diesen Operationen kommen immer wieder viele Zivilisten um, was Wasser ist auf die Mühle der Taliban in Afghanistan und der Al Shabab in Somalia ist.

Heinrich Frei
15. März 2021, 07:54:35
Leserbrief
Ort:
CH-8050 Zürich
Zum Artikel:
Menschenrechtler: 388 000 Tote in zehn Jahren Syrien-Krieg

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Das eigentliche Problem ist der militärisch industrielle Komplex. Davon hatte schon Gorbatschow gewarnt.
Und sogar der ex Präsident der USA Donald Trump:

Trump: «Der militärisch-industrielle Komplex liebt Kriege»

https://www.infosperber.ch/politik/welt/trump-der-militaerisch-industri

Und zur Erinnerung: Wir hatten letztes Jahr ja die Abstimmung «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» welche die Schweizer abgelehnt hatten.
Und auch dort musste die Altersvorsorge hinhalten. Eine Annahme würde die Rendite der PK's schmälern hiess es.

Wann hört man endlich auf, mit diesen irren Geldausgabe - Regeln aus der Steinzeit?
Es wäre für Mensch, Tier und Natur weit weniger schädlich, man würde das Geld, da wo zu grosser Mangel herrscht, direkt aus der Geldschöpfung speisen. Statt über all die verrückten Umwege, wo man zuerst Kriege führen muss, Tiere quälen und Umwelt zerstören, nur um an das Geld zu kommen.

Amerika macht nun einen Großversuch mit Geld direkt aus der Geldschöpfung an Bedürftige:

https://www.tagblatt.ch/international/usa-fuhren-grundeinkommen-ein-ld

Natürlich wird mit Widerstand aus Reihen der Konservativen zu rechnen sein, die beim Geld geistig immer noch im Goldstandard stecken geblieben sind. Dabei betreiben wir zumindest in der Realwirtschaft nach wie vor Tauschhandel. Indem wir Güter und Dienstleistungen austauschen. Geld sollte lediglich als Maßstab dafür gesehen werden, wie viel Gegenleistung wir für unsere Güter oder Leistungen zu erwarten haben. Somit ist die Inflationsangst unbegründet. Es spielt keine Rolle, wenn ich z.B 1 Meter Stoff kaufe, ob der Maßstab, mit welchem abgemessen wird, eine Gesamtlänge von 3m oder 10m hat, 1 Meter bleibt trotzdem 1 Meter. So verhält es sich auch bei der Geldmenge.

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