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Schloss Zizers

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Schloss Zizers: Jetzt ist Sachlichkeit gefragt

Die zurzeit zirkulierenden Nein-Parolen zum Umzug der Gemeindeverwaltung in das Schloss Zizers werfen Fragen hinsichtlich ihrer Sachlichkeit auf.

Mit schier unermüdlichem Engagement und mit teils nicht haltbaren, gar haltlosen Argumenten versuchen die Gegner des Projekts die Abstimmung negativ zu beeinflussen. Ein vernünftiger, konkreter Gegenvorschlag fehlt – das oberste Ziel scheint nur die Verhinderung des Projekts zu sein. Um das zu bewerkstelligen greifen die Gegner auf eine Rhetorik der Angstmacherei zurück.

So wird vermehrt auf das Thema «Einbahnstrasse» hingewiesen, das mit dem Umzug der Gemeindeverwaltung in das Schloss faktisch aber nur sehr wenig zu tun hat. Es ist unbestritten, dass bei Notsituationen (Engpässe Hauptstrasse) ein vorübergehender Ausweg über die Vialstrasse/Rangsstrasse in Betracht gezogen werden muss. Die Angst vor einem permanent realisierten Einbahnverkehr durch Zizers ist jedoch unbegründet. Wir als Bevölkerung haben genügend Gewicht ein zukünftiges Vorhaben betreffend Einbahnverkehr durch das Dorf abzuwenden.

Ein weiteres, beliebtes Gegenargument bezieht sich auf die hohen Investitions- und Instandhaltungskosten. Zweifelsohne fallen die Kosten auf den ersten Blick hoch aus, jedoch bleibt anzunehmen, dass ein alternatives Umzugsprojekt mit ähnlich hohen Gesamtkosten einhergehen würde. Auch wäre es keine Überraschung, wenn heutige, lautstarke Gegner die Kostenproblematik eines zukünftigen Alternativprojekts anders werten, sobald es ihnen persönliche Vorteile verschafft. Umso wichtiger also, dem Kostenargument sachlich zu begegnen.

Die kommende Abstimmung vom 7. März soll im Zeichen einer mutigen, perspektivenreichen Zukunft stehen. Mit einem Ja wird der Dorfkern von Zizers – und damit Zizers als Dorf – nachhaltig aufgewertet. Lassen wir uns diese einmalige Chance nicht entgehen!

Markus Engler, Bürger von Zizers

Markus Engler-Decurtins
21. Februar 2021, 21:06:19
Leserbrief
Ort:
Zizers

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Mir scheint, hier soll die Öffentliche Hand dran glauben, eine "alte Bude" (die sonst keiner will) zu hoher Rendite zu pushen.
FM1today berichtete am 30.8.2019:
"Es sei weder bekannt, wer hinter der neu gegründeten Salis Zizers AG steckt, noch wie viel die neuen Besitzer für das 330-jährige Objekt bezahlt haben. Laut der Kuoni Mueller & Partner Investment AG wird zu einem späteren Zeitpunkt über die detaillierten Pläne und Absichten informiert."
Ich rate den Stimmbürger*innen zu einem NEIN zum Schloss,
zumal sich die Texte von Markus Engler-Decurtins und von Kristina Rohn, Katariina Viinikainen, Wolfgang Wernicke in meinen Ohren eher wie ein Immo-Werbeprospekt-Slang (auf den ich allergisch bin) anhören.
Nein danke, zur Schlossobrigkeit, krächzt auch Ex-Schlossgespenst in Temporäranstellung, Donald Duck.

Ich bezweifle sehr, ob die Gemeinde Zizers am neuen Ort wirklich glücklich werden wird. Viele andere Gemeinden verzichten auf einen kostspieligen Umbau von Altliegenschaften. Vielmehr erstellen sie von Grund auf ein neues Gemeindehaus. Dieses lässt sich dann so planen wie es heute zeitgemäss ist. Ich bezweifle sehr, ob man mit einem Umbau des Schlosses eine wirklich zeitgemässe Infrastruktur realisieren kann. Ich denke da an die IT, die Gebäudedämmung, die Beleuchtung, die Klimatisierung usw.. Der Kanton hat auch ein neues Gebäude realisiert und nicht ein bestehendes saniert und erweitert. Das Kantonsspital wurde auch nicht saniert, sondern man hat einen Neubau geplant. Ich glaube, dass die erwähnten Beispiele klar aufzeigen, dass die Gemeinde Zizers auf das falsche Pferd setzt.

Wir können den Ausführungen von Markus Engler-Decurtins nur ausdrücklich beipflichten. Ganz besonders wichtig erscheint uns, dass für Generationen die einmalige Möglichkeit besteht, einen derart besonderen Ort für die Gemeinde und deren Bürger vor der vollständigen Privatisierung zu bewahren und damit zugänglich und nutzbar zu erhalten. Weit und breit gibt es keinen vergleichbaren Saal mit anschließender Terrasse, der mit seinem besonderen Ambiente für vielfältige private, gesellschaftliche und kulturelle Anlässe geeignet ist. Auch der Park wäre bei Privatisierung nicht mehr für die Bevölkerung zugänglich. Das hat auch überregionale Bedeutung. Dazu gibt es keine Alternative.
Kristina Rohn, Katariina Viinikainen, Wolfgang Wernicke

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