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Baueingabe von Wogeno Pumera

Baueingabe von Wogeno Pumera

Zu Beginn sah es vielversprechend aus: Eine Siedlung mit ökologischer Ausrichtung, ein renommierter Architekt, eine gute Einbettung ins Dorfbild... Heute sieht das – leider – ganz anders aus. Besonders vom letzten Punkt ist da nicht mehr viel übriggeblieben.
«Sicher geben die (...) aufgezeigten Dimensionen zu reden, aber es ist legitim, diese Diskussion zu führen», so Urs Chiara im Artikel zur Baueingabe der Wogeno Pumera. Endlich, denkt man! Seit die Vorgaben für die Höhen im Arealplan Pardieni aufgrund unserer nachbarlichen Beschwerde angepasst wurden, suchen wir mit der Wogeno Pumera das Gespräch zu diesem Thema: den überdimensionierten Baukörpern. Keine unserer diesbezüglichen Anfragen und Rückfragen wurde seither je inhaltlich beantwortet!
Geplant sind ein ca. 16m hohes sowie mehrere ca. 13m hohe Häuser, obwohl in den Baugesetzen der Gemeinde Domleschg die grösstmögliche Höhe in der Dorferweiterungszone ca. 12m beträgt. Die herrschenden Baugesetze werden ignoriert, ganz im Gegensatz zu der im Artikel erwähnten Behauptung von Urs Meng. Auch wenn dies durch den Arealplan legitimiert sein sollte: Inhaltlich macht das die Sache nicht besser.
Wieso dann diese überdimensionierte Bauweise? Die vorgeschriebene Verdichtung kann ja nicht der Grund sein: Der Kanton hatte 2014 einen ersten Arealplan genehmigt, der mit wesentlich vernünftigeren Dimensionen eine offenbar genügende Verdichtung vorsah – und dies auch schon unter Berücksichtigung des neuen Raumplanungsgesetzes. Und die vorgeschriebene Überbauungsziffer hätte sich auch mit tieferen Bauten realisieren lassen.
Auf der Website wird eine modellhafte Dorferweiterung in enger Korrespondenz zum intakten Dorfkern versprochen. Diesem Anspruch wird das Projekt so ganz sicher (noch) nicht gerecht.
Man sieht, es gäbe einiges zu diskutieren, seit Jahren.
Nur schade, dass mittlerweile die Baueingabe gemacht wurde. So muss die Diskussion jetzt auf dem Rechtsweg stattfinden.
Tobias Budliger und Siham Afra, Almens

Tobias Budliger
10. Januar 2021, 17:34:30
Leserbrief
Ort:
Almens
Zum Artikel:
Eine Verzögerung, die auch ihr Gutes hatte, Ausgabe vom 23.12.2020

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