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Verwirrung wegen Impfstart in Graubünden

Verwirrung wegen Impfstart in Graubünden

Da schreibt Oliver Berger am Montag, dem 21.12. 2020, auf der Titelseite der Südostschweiz, der Leiter Kommunikationsstelle Coronavirus habe auf Anfrage erklärt: «...ab Mitte Januar mit der Impfaktion starten zu können». Tags darauf muss dann Patrick Kuoni unter Schützenhilfe seines Chefs, Reto Furter ran. An diesem Dienstag, 22.12.2020, informiert Regierungsrat Peter Peyer - dieses Mal erst auf Seite 5 - verpackt in einen Bericht über die Bergbahnen, geimpft werde ab dem 4. Januar. Irgendwelche «mobilen Equipen» (?) würden dann in Graubündens Alters- und Pflegeheimen unterwegs sein. Es folgen Ausreden über Ausreden, warum es auch nicht der 4. Januar sein könnte. Der Chef des Gesundheitsamtes muss berichten, unmöglich vorauszusehen sei die Situation in den Alters- und Pflegeheimen. Da müsse erst noch der zuständige (?) Arzt die Personen kompetent (?) beraten. Bei handlungsunfähigen Personen «muss ausserdem eine Angehörige (sic!) die Zustimmung zur Impfung geben». Von weiteren Gedanken zur Impfaktion ist nichts Brauchbares zu erfahren. Wenn das keine Verwirrung ist? Herr Regierungsrat Peyer, Vertrauen ist das einzige Kapital, das Sie in Ihrer Position haben. Und das ist schneller weg, als Sie mit den Fingern schnippen können. Wir haben Sie zum Chef gewählt, nicht die Verwaltung. Schaffen Sie Ordnung und erklären Sie uns, was schiefgelaufen ist. Danke.

Dieter Marty
30. Dezember 2020, 16:15:58
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Impfstart Titelseite und Seite 5 SO GR vom 30.12.2020

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Die Verwirrung, die diese Regierung verbreitet betr. Corona ist einzigartig, auch in anderen Bereichen. So schreibt diese in typischem Amtsschimmel-Deutsch: "... Alkoholverbot auf Skipisten wird am Sonntag 3. Januar 2021, 24.00 Uhr aufgehoben" - übersetzt heisst das, dass das Alkoholverbot natürlich erst ab MONTAG morgen, 4.1. aufgehoben ist! (Den Sonntag und Mitternacht im Zusammenhang mit der Aufhebung des Alkoholverbots an Skipisten zu erwähnen ist absurd und verwirrend) - vielleicht sind ja jeweils um Mitternacht gewisse SP-CVP-FDP-Regierungsräte auf Skipisten unterwegs sind... besoffen oder nüchtern... . Aber eben, das Volk bekommt die Regierung, die sie wählt, die SVP wird ja explizit ausgeschlossen. Das ist jetzt die Folge davon - danke liebe FDP und Gastronomen-Mehrheit, dass ihr die SVP (die Partei, die für Bodenständigkeit, Volks- und Wirtschaftsnähe steht) regelmässig bei Wahlen bekämpft, boykottiert (Keine Listenverbindung, keine Wahlempfehlung für die SVP). Diese CVP-SP-FDP-Suppe habt Ihr Selbständige, Gewerbetreibende und Gastronomen selbst eingebrockt.

Herr Denzler

Die Formulierung ist absolut richtig. Ich sehe das Problem nicht. Ob um 24:00 h aufgehoben oder ab 0:00 h erlaubt, kommt auf das Gleiche heraus.

Wo Sie irren: Die SVP konnte nicht schnell genug den Bundesrat entmachten um die Pandemie kantonal zu bekämpfen. Dies führte zu einem unglaublichen Durcheinander. Als Folge: 2. Welle, Anstieg der Fallzahlen und Todesfälle. Das nennen Sie volksnah? Nur der Tod war uns nahe, nicht die SVP!

Was ist ihr Punkt? Bei einer Befragung von 40 000 Personen zeigten nur 28% Impfbereitschaft; 48% sagten, sie würden fürs erste abwarten und beobachten. Da ist es doch Wurst, ob ein paar Tage früher oder später geimpft wird. Ich habe bei meiner Hausärztin angerufen und erfahren, dass zuerst ein Gespräch von Nöten sei, um einen Impftermin zu bekommen. Es wäre mir nie im Schlaf eingefallen Herr Peyer oder seine Departement anzurufen, und ich verlasse mich auch nicht auf Zeitungsberichte. Ich wende mich immer an die Spezialisten. Ein wenig Eigeninitiative kann man schon erwarten und in den Altersheimen gibt`s bestimmt eine Ansprechperson, die sich auskennt. A propos, Sie scheinen`s pressant zu habe. Werden Sie sich zum frühestmöglichen Termin impfen lassen oder abwarten?

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