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Unterirdisch bleibt vieles verborgen

Unterirdisch bleibt vieles verborgen

Mir wäre nie in den Sinn gekommen, zu was der Versuchsstollen Hagerbach auch noch verwendet werden kann. Ich kennE den Stollen, war öfters dort, habe viele Betonprüfkörper dort abdrücken lassen, aber Sport im Loch, das musste ich mir erst mal versuchen vorzustellen. Der Stollen heisst nicht deshalb Versuchstollen. Nein man versucht dort viele Dinge, die wirklich ausgefallen sind. Beiz im Loch, Konzert im Loch, Tunnelbau, Feuer im Loch usw.
Alles in Allem kann man sagen, die Ambergs sind mittlerweile die Imbergs geworden. Wer Sen. Amberg kannte, wusste, dieser Mann hat Visionen. Ich glaube aber, Ing. Amber Sen., wäre nie auf die neueste Idee der heute leitenden Stollenknappen gekommen.
Gut, die Initialzündung zur Idee lieferte die Sport-Karriere-Schmiede Magglingen. Man könnte auch sagen, die Amherds haben den Ambergs eine Steilvorlage geliefert.
Seit die ganze Schweiz mit Stielaugen auf die Vorkommnisse in Magglingen starrt, muss im VBS der Teufel los sein. Teufel, Loch, untertage, nicht sichtbar, ein Gedanke jagt den nächsten. So wäre auch erklärt, wie Innovation funktioniert. Während die Amherd darauf vertraut, dass die Suppe nie so heiss gegessen wird wie sie gekocht wurde, ergreifen die Ambergs das Übel am Schopf und zerren es in den Untergrund.
Erst haben die Sarganserländer das Heidi entführt, so müssen die Bündner Wintersportler, Pistenbauer, Skiliftbetreiber und Hoteliers nun mit ansehen, wie der letzte Wintersportler im neu zu erstellenden SBB-Bahnhof Hagerbach aussteigen und im Berg verschwinden.
Ich schlage vor, die Bahnstation Porta Hagerbach-Churfirsten zu benennen. Damit wäre den künftigen Generationen der Link geliefert, dass man früher bis Chur fahren musste um Wintersport zu treiben.
Die Anlage könnte ja noch erweitert werden und ein Schägstollen könnte eben bis zu den Churfirsten gebaut werden, ev. mit einer Abzweigung ins Appenzell, sodass auch diese Skigebiete trocken gelegt werden können. Da liegt was drin. Ich sage nur, NICHTS IST UNMÖGLICH.

Theo Hess
27. November 2020, 12:29:35
Leserbrief
Ort:
Landquart
Zum Artikel:
Nationales Sportzentrum Magglingen und seine Trainingsmethoden

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«Amherd, Amberg, Imbergs, Stollenknappen, heisse Suppe, Initialzündung, Sport im Loch, Tunnel, Untergrund, Teufel, untertage, Visionen, Übel am Schopf, unterirdisch, Hoteliers, Churfirsten, Skigebiete trockenlegen, Abzweigung ins Appenzell, Pistenbauer, Stielaugen, Heidi, Schrägstollen, verborgen, Feuer im Loch, nie so heiss gegessen, NICHTS IST UNMÖGLICH.»
Zitate aus Ihrem Leserbrief, Herr Hess, doch wer wäre fähig, das zu verstehen?
Dass man auch verständlich schreiben kann, belegt folgendes Gedicht aus dem Internet:
Verkehrte Welt
Dunkel war´s, der Mond schien helle, schneebedeckt die grüne Flur, als ein Wagen blitzesschnelle langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft, als ein totgeschoss´ner Hase auf dem Sandberg Schlittschuh lief.
Und den Wagen zog die Ziege rückwärts einen Berg hinauf, als die hundertjähr´ge Fliege droben zog die Turmuhr auf.
Ringsumher herrscht tiefes Schweigen, und mit fürchterlichem Krach spielen in des Grases Zweigen drei Kamele lautlos Schach.
Und ein blond gelockter Knabe mit kohlrabenschwarzem Haar ass dabei ´ne Butterschnitte, die mit Fett bestrichen war.
Von der regennassen Straße wirbelte der Staub empor, dass der Knabe bei der Hitze mächtig an den Ohren fror.
Auf seinem Heupferd ritt er munter durch das blaue Kornfeld hin. Endlich ging die Sonne unter und der graue Tag erschien.
Und das alles dichtet Goethe, als er in der Morgenröte liegend auf dem Nachttopf sass – und im Telefonbuch las.