×
Leserbrief

Statt die Produktion von Atombomben finanzieren, alternative Energiegewinnung

Heinrich Frei, 8050 Zürich
15. November 2020, 20:28:29

Ein Atomkrieg wird auch heute noch ernsthaft in Betracht gezogen. Deshalb wird in unserem Nachbarland Deutschland der Einsatz von Atombomben geübt, um das Land zu verteidigen. Die Luftwaffe der deutschen Bundeswehr trainiert in Büchel im Rahmen der nuklearen Teilhabe den Einsatz von Kernwaffen durch Jagdbomber vom Typ Tornado. (https://de.wikipedia.org/wiki/Nukleare_Teilhabe)

Diese Übungen zur Verteidigung Deutschlands mit Atombomben sind absurd. Denn ein Atomkrieg ist nicht führbar. Er könnte zur Auslöschung der Menschheit führen. Schon der Einsatz von 100 Kernwaffen würde zur einer Abkühlung des Klimas führen, was zu Ernteausfällen und Hungersnöten führen würde, die noch viel schlimmer wären als 1816 der Vulkan Tambora in Indonesien explodierte.

Unverständlich ist auch, dass die die Schweizerische Nationalbank vom Januar 2017 bis Januar 2019 1'314,2 Mio. US-Dollar in Firmen der Kernwaffenindustrie angelegt hat. Die Credit Suisse hat vom Januar 2017 bis Januar 2019 1'312,9 Mio. US-Dollar auch in solche Firmen gesteckt. Die UBS investierte in der gleichen Periode sogar 6‘315 Mio. US-Dollar in Firmen, die an der Herstellung von nuklearen Sprengkörpern beteiligt sind. (Laut den Zahlen von ICAN, Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) dem Friedensnobelpreisträger 2017 (https://www.icanw.org/)

Statt mit Milliarden Waffen zu finanzieren, könnte das Geld in Solar-, Geo- und Windenergieanlagen und Gezeitenkraftwerke investiert werden, in Firmen die Nullenergiehäuser herstellen usw. Die Schweizerischen Nationalbank verwaltet 1000 Milliarden Franken. Falls die Kriegsgeschäfteinitiative angenommen wird, muss die Nationalbank 11 Prozent ihres Vermögens aus dem Aktienportofolie von Firmen abziehen die Kriegsmaterial produzieren, das heisst Atombomben Panzer und Kampfjets und anderes Kriegsgerät herstellen. Wäre dies so schlecht, wenn die Nationalbank, Banken, Versicherungen und unsere Pensionskassen auf das Geschäft mit dem Krieg verzichten würden?

Zum Artikel: Artikel zur Abstimmung Kriegsfinanzierung vom 29. November 2020

Kommentar schreiben

Kommentar senden