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Leserbrief

Nehmen wir endlich unsere Verantwortung wahr!

Roman Zwicky, Rapperswil
13. November 2020, 14:04:10

Die Weltordnung ist ungerecht. Reformen sind notwendig. Dadurch, dass wir, die Bewohner der wohlhabenden Länder, nicht auf die Reform der gegenwärtigen globalen Ordnung pochen, uns nicht für den Schutz ihrer Opfer einsetzen, tragen wir gemäss dem Philosophen Thomas Pogge eine direkte Verantwortung für Schäden in Entwicklungsländern. Die grossen Schweizer Rohstoffkonzerne wie Glencore oder der in Rapperswil-Jona ansässige Baustoffhersteller LafargeHolcim sind direkt verantwortlich für gesundheitliche Schäden und Umweltverschmutzungen in diversen Entwicklungsländern. Die Schweiz als derart bedeutender globaler Rohstoffhandelsplatz hat eine Verantwortung für hier ansässige Firmen, die am Leid in Entwicklungsländern beteiligt sind. Es kann nicht sein, dass die schweizerischen Interessen das einzige Kriterium sind und es nur darum geht, die Attraktivität der Schweiz für multinationale Konzerne aufrechtzuerhalten und den Profit zu maximieren. Genauso wenig darf es sein, dass wir in Rapperswil-Jona direkt von den Schandtaten eines hiesigen Konzerns profitieren. Nun haben wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Möglichkeit, unsere Verantwortung wahrzunehmen und die Welt ein bisschen gerechter zu machen. Ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative am 29. November ist die einzige richtige Entscheidung für alle Menschen mit Anstand und Gerechtigkeitsempfinden.

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