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Leserbrief

Kriegsgeschäfte-Initiative: eine Frage unserer Verantwortung

Arne Engeli, Rorschach
11. November 2020, 22:49:00

Nationalbank, Credit Suisse und UBS investierten 2018 trotz Finanzierungs­verbot für geächtete Waffen mindestens neun Milliarden US-Dollar in Atomwaffen­produzenten, z.B. in den US-Konzern Lockheed Martin, der die atomaren Trident-Raketen herstellt, und in den Rüstungs­konzern Raytheon, dessen Marschflugkörper im Irakkrieges abgefeuert wurden. So leicht würden diese Konzerne nicht andere Finanzierungsquellen finden, wenn die Schweizer Finanzinstitute aussteigen würden, denn hier wird ein Viertel des weltweiten Vermögens gelagert. Vor allem aber ist es eine Frage unserer Verantwortung: Wie können wir die Unterzeichnung des UNO Atomwaffen-Verbotsvertrages durch die Schweiz einfordern und gleichzeitig die Produktion von Atomwaffen mitfinanzieren? Und zur Frage der Umsetzung, die angeblich so schwierig sein soll, beweisen schon jetzt private und öffentliche Akteure in der Schweiz, z.B. einige Pensionskassen, dass dies möglich ist. Die Kriegsgeschäfte-Initiative ist eine nötige Ergänzung zur Initiative gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer.

Zum Artikel: Die fragwürdigen Methoden der Initianten, 10.11.

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