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Leserbrief

Was wäre die Schweiz?

Beat Nauli, Zillis
15. September 2020, 13:52:32

Man stelle sich eine Schweiz ohne Einwanderer vor. Wie viel ärmer wäre sie! Neue Ideen und Tatkraft kamen oft vom Ausland zu uns, aus aller Welt, vor allem aber aus dem europäischen Kontinent. Eine Stadt ohne italienisches Essen, ohne Kebab-Stand, ohne fernöstliche Köstlichkeiten – wir würden etwas vermissen.
Die Schweiz erlebte während den vergangenen Jahrzehnten eine starke Einwanderung aus Europa. Die Integration ist sehr oft gelungen, auch durch Toleranz der einheimischen Bevölkerung, die für die Integration, vor allem in der Schule, hohe Kosten beglich. Und erstaunlicherweise sind die Menschen, die in der Schweiz eine neue Heimat fanden, oft die besseren Schweizer, denn sie wissen, was es bedeutet, in Sicherheit etwas aufbauen zu können, für sich und ihre Kinder eine gesicherte Existenz zu haben.
Ist es darum nicht im Interesse von allen, die Zuwanderung selbst bestimmen zu können?
Im Interesse von allen? Sicher nicht! Für die grossen internationalen Konzerne ist es ein grosses Bedürfnis, Waren, Geld und vor allem Menschen nach Gutdünken in Europa herumschieben zu können, sie zu ihren Bedingungen arbeiten zu lassen. Da nützen auch flankierende Massnahmen nur teilweise. Haben die Menschen in unserem Land nicht einen gewissen Schutz verdient, Schutz vor unsäglicher Profitoptimierung?
Um diesem Gebaren der Grossen entgegenzutreten, ist ein Ja zur Begrenzungsintiative notwendig. Nehmen sie Chance wahr!

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Leider geht die Bundesrätin Karin Keller Sutter im Gleichschritt mit den Konzernchefs und macht Angst, wenn die anderen Verträge fallen würden. Aber niemand sagt, was dann wegfallen würde und dass die EU mindestens so interessiert ist, dass diese Verträge bleiben!
Verträge sind ja immer für beide Vertragspartner von Bedeutung. Und die ersten bedeutenden Verträge wären ohnehin nicht tangiert.
Zudem wurde vom Bundesrat vor der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit versprochen, es werde eine Zuwanderung von ca. 10`000 Personen geben. Im Falle von Problemen können man mit der EU darüber verhandeln - leider ist gar nichts wahr.
Darum jetzt nicht auf den Bundesrat hören, sondern ein "Ja" zur Begrenzung und auch zu dem bilateralen Weg mit der EU.