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Leserbrief

Vetternwirtschaft in kantonalen Institutionen: Déja vu

Priska Haldner, Chur
14. Juli 2020, 02:43:50

Vetternwirtschaft in kantonalen Institutionen: Déja vu

Wieder einmal eine kantonale Institution mit einer Führungsperson die nicht fachlich begründete Personalentscheide fällt u. wieder einmal werden alle Vorwürfe zurückgewiesen. Wenn Mitarbeiter der Kapo öffentlich ihren Vorgesetzen kritisieren, unter anderem. wegen Personalentscheiden, liegt vermutlich einiges im Argen. In den 90er Jahren waren im ED seltsame Personalentscheide durch den damaligen ED- Leiter, Joachim Caluori, u. die Schulleitung der Bündner Frauenschule ( heute PH ) Kritikpunkte, die auch nicht ernst genommen wurden: Mit Vetternwirtschaft wurde eine Amtsstelle besetzt-obwohl der betreffenden Lehrkraft die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung fehlte-ihr Vater war aber mit dem ED-Leiter verbandelt… Wenn bei Führungspersonen-wie scheinbar auch beim Kapo-Chef , Walter Schlegel,-eigene persönliche Kriterien bei Stellenbesetzungen entscheidend sind, handelt es sich auch da um Vetternwirtschaft. Es fehlt nach wie vor eine wirksame kantonale Ombudsstelle um Whistleblower zu schützen. Solche Stellenbesetzungen laufen sonst immer nach demselben Muster ab: Bevorzugt werden die, die der Führungsperson „höfelen“, obwohl sie fachliche u. menschliche Mängel haben u. im fairen Wettbewerb nie solche Positionen erhalten hätten- da diese dann aber ihren „Fördereren“ „aus der Hand fressen“, festigen sie damit deren-umstrittene-Machtposition. Das fördert den Verschleiss der Ressourcen der fachlich kompetenteren Mitarbeiter-auf deren Kosten geht nämlich eine solche Personalpolitik. Die dritte Gewalt eignet sich schlecht für diesen Kampf für mehr Fairness, v.a. wenn, wie in diesem Fall bei der Kapo, derselbe Departements-Chef, nämlich Peter Peyer, das Sagen hat- u. mit der vierten Gewalt scheint es auch dieses mal schwierig zu werden: Solidarität gibt’s vielleicht bei Whistleblowern die gegen private Baufirmen agieren–aber nicht, wenn Missstände von amtlichen u. politischen Autoritäten aufgedeckt werden sollten.

Zum Artikel: "Beförderung mit fadem Nachgeschmack" SO 09. 07. 2020

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