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Leserbrief

Ja zum Parc Ela aber ohne das Skigebiet Savognin

Luzi Thomann, Parsonz
16. Juni 2020, 11:56:19

In der Pagina da Surmeir vom 11.06.20 war zu lesen, dass die Tourismus Savognin Bivio Albula AG (TSBA) keine klare Position zum Parc Ela bezogen habe. Die Position der TSBA ist mehr als klar; Ja zum Parc Ela aber ohne das Skigebiet Savognin! Einen wilden Abstimmungskampf im Herbst können wir hoffentlich vermeiden. Es muss das Ziel sein, dass alle Einwohner/Innen korrekt informiert sind und dann entscheiden. Das BAFU hat der Gemeinde Ihren ablehnenden Entscheid zugestellt. Über 60 Jahre sind wir mit den Bergbahnen Savognin sehr gut gefahren. Ein sicherer Wert, für Arbeitsplätze und Wertschöpfung. In letzten 10 Jahren flossen ca. 20 Mio. öffentliche Gelder in den Parc. Über die Wertschöpfung kann man geteilter Meinung sein. Man kann z.B. die 10 Arbeitsplätze begründen. Wir haben mittlerweile ca. 20 Naturpärke in der Schweiz. Alle leben von öffentlichen Geldern. Wir dürfen davon ausgehen, dass die Gelder in den nächsten Jahren knapper werden. Die Staatsverschuldung lässt grüssen. Die Anforderungen werden steigen! Ist das Skigebiet im Park, bekommen alle Umweltorganisationen die Möglichkeit zu einem Mitbericht. Man steht also von Anfang an einer grossen Streitmacht entgegen. Führen wir die Einsprachen zu den Projekten von Solis (Hängebrücke), Biathlon Arena Lenz, dem neusten Bundesgerichtsentscheid zu den 2. Wohnungen, die Situation der Umfahrungsstrasse Schmitten, der durchgehende Wanderweg in der Talsohle der Versamerschlucht usw., vor Augen, so ist klar zu erkennen, dass die Umweltorganisationen doch tüchtige Verhinderer sind. Der Art. 19 der Pärkeverordnung (PäV) sagt klar, dass vom Grundsatz «gesamtes Gemeindegebiet» abgewichen werden kann. Das BAFU überschreitet mit der Absage zum Anliegen der Gemeinde seine Kompetenzen. Es verneint das Vorliegen eines naturräumlich abgegrenzten Gebietes. Dann gibt es den Aspekt der Gleichbehandlung: weshalb nimmt der Bund seinen Schiessplatz Hinterrhein aus? Der Parc soll uns einen Mehrwert bringen ohne Bestehendes zu gefährden.

Zum Artikel: Sursetter Vorstand muss über die Bücher, 16.06.20

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