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Leserbrief

Klima Prognosen sind wissenschaftlich unhaltbar

Julius Candinas, Chur
03. Juni 2020, 09:13:58

Sie glauben zu wissen, wie das Wetter in 30 Jahren spielt. Dabei erleben wir wöchentlich, dass Wetterprognosen von mehr als vier Tagen unbrauchbar sind. Ein ähnliches Bild stellen wir bei den Prognosen für das Bruttoinlandprodukt (BIP) fest. Hier sind Prognosen von mehr als sechs Monate sogar mit Vorzeichenfehler behaftet. Nicht einmal die Richtung stimmt.

Die Klima Prognostiker tragen noch dicker auf. Sie berechnen die Temperatur für das Jahr 2050 auf zehntel Grad genau. So genau kann ja gar nicht falsch sein. Die Wissenschaftler nutzen diesen psychologischen Effekt in ihrer Kommunikation bewusst. Je mehr Kommastellen, je vertrauenswürdiger erscheint die Rechnung. Schlau sind sie.

Klimamodelle sind wie alle Modelle menschliche Konstrukte. Die Wissenschaftler zwängen komplexe Zusammenhänge und Entwicklungen in vereinfachte mathematische Modelle und leiten daraus Prognosen ab. Eigentlich ist klar, dass solche Panikprognosen wissenschaftlich unhaltbar und die komplexen Wirkungszusammenhänge unsicher sind. Nach dem Corona-Prognose-Desaster sollten wir lernen, dass eine Energiepolitik mit unsinnigen Klimamodellen für den Planungshorizont 2050 genauso falsch sein wird wie die Wetter-, BIP- und Corona-Prognosen. Leute, die die Temperatur für das Jahr 2050 genau berechnen, darf man nicht ernst nehmen.

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Wir können auch alles auf uns zukommen lassen und schauen zum Schluss das Ergebnis an. Ich werde dies nicht mehr erleben, bedaure aber alle Jungen die diese Misere, wenn dann überhaupt noch möglich, ausfressen müssen.

Herr Candinas:
Wetter und Klima sind nicht dasselbe. Sie haben recht: Wetterprognosen über einer Woche sind unzuverlässig. Anders beim Klima: Das Klima ist eine längerfristige Beobachtung (mehrere Jahrzehnte). Die Aussagen der Klimaforschung sind erwiesernermassen folgende: Es wird von Jahr zu Jahr wärmer, wir erleben fortlaufend Temperaturrekorde, die Wälder sterben ab wegen Trockenheit und Hitze. Ob im Jahr 2050 die mittlere Temperatur 29,8°C oder 29,9°C sein wird ist irrelevant. Fakt ist: Es wird wärmer sein als im Jahre 2020!

Herr Zogg, danke für das Feedback.
Mit keinem Wort stelle ich irgendwelche Klima Massnahmen in Frage. Die Klimaerwärmung ist Tatsache.

Gesunder Menschenverstand genügt, um zu verstehen, dass die Reduktion des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist.

Dazu braucht es keine Energiepolitik mit unsinnigen Klimamodellen für den Planungshorizont 2050.
Es stört mich, wenn von der UNO bezahlte Klimawissenschaftler ihre angeblich naturwissenschaftlich basierten Modelle wirkungsvoll auf politisches Verkaufen und mediale Propaganda trimmen. Neutralität sieht anders aus.

Herr Candinas,
Ich empfehle wirklich mal den Weltklimabericht zu lesen. Ihre Behauptungen entsprechen einfach nicht den Tatsachen.
Sie werfen auch Prognosen über den Wetter/Klima und Wirtschaft in den gleichen Topf. Bei beiden handelt es sich um nichtlinearen, dynamischen Systeme. Aber beim Wetter handelt es sich um ein chaotisches System erster Ordnung, das nicht auf externe Einflüsse (i.e. Prognosen) reagiert. Die Wirtschaft hingegen ist ein chaotisches System zweiter Ordnung, das von Voraussagen darüber, was mit und in ihm geschehen wird, beeinflusst wird, was die Prognosen wiederum verfälscht. Treffen sie trotzdem ein, dann ist das Glück oder, was eher der Fall sein dürfte, die Folge einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Da stellt sich wirklich die Frage ihrer Nützlichkeit.
Bez. Wetter und Klima, so sind Prognosen über das letztere zuverlässiger. Eine Analogie von John Cook ist ein Schwimmbecken, das mit Wasser gefüllt wird. Das Wasser ist das Klima, während die Wellen, die entstehen, wenn jemand rein springt, das Wetter darstellen. Den Pegelstand des Wassers lässt sich relative leicht voraussagen, die Anzahl, Höhe, Richtung und Dauer der Wellen hingegen nicht. Bei der Klimaforschung wird das Wetter über längere Zeiträume gemittelt, was das chaotische Element reduziert und seine Prognosen zuverlässiger macht als die einzelner Wettergeschehen.
Beim Coronavirus dürften Prognosemodelle bei den Entscheidungen des BR eine kleine Rolle gespielt haben. Man musste nur sehen, was in Italien und Spanien geschah, wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen wurden.

Was fuer ein Wirrwarr! Würden Sie sich nicht weigern, sich mit der Materie zu beschäftigen, wüssten Sie, dass ihre Behauptungen einfach nicht stimmen.
Sie erinnern mich auch an die Waldsterben- und Ozonlochkritiker, die behaupten, dass die ganzen Massnahmen eine massive Geldverschwendung waren, weil die Katastrophe nicht eingetroffen ist. Dass die nicht eingetroffen ist, weil die ergriffenen Massnahmen ein Erfolg waren, vergisst man geflissentlich. Man nennt dies «der Fluch der guten Tat». Ihre Taktik wäre wohl abzuwarten, bis das Problem akut ist, und dann zu handeln. Also nix «Vorbeugen ist besser als heilen»! Mit dieser Taktik wäre die Gattung Homo schon früh in seiner Entwicklungsgeschichte ausgestorben.

Herr Schulthess, danke für das Feedback.
Mit keinem Wort stelle ich irgendwelche Klima Massnahmen in Frage. Die Klimaerwärmung ist Tatsache.

Es stört mich aber, wenn von der UNO bezahlte Klimawissenschaftler ihre angeblich naturwissenschaftlich basierten Modelle wirkungsvoll auf politisches Verkaufen und mediale Propaganda trimmen. Neutralität sieht anders aus.

Gesunder Menschenverstand genügt, um zu verstehen, dass die Reduktion des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. Dazu braucht es keine Energiepolitik mit unsinnigen Klimamodellen für den Planungshorizont 2050.

Herr Candinas
Schlau sind sie, die Leute glauben zu lassen, fossile Energien würden heute noch benötigt. Dabei hat sich die Energieerzeugung durch die technische Entwicklung demokratisiert. Jeder wäre in der Lage die benötigte Energie selbst zu erzeugen.
Aber nein, lieber in Abhängigkeit bleiben und jedes Jahr als Schweiz 15'500'000'000 CHF für fossile Primärenergien ausgeben. Geld das aus der Schweiz abfliesst und keine Wertschöpfung und Arbeit im Land generiert. Das ginge klüger.
Panikprognosen mit Energieblackouts sind beliebt um das bestehende Geschäftsmodell mit fossilen Energien und AKWs zu rechtfertigen. Leute die diese Meinung vertreten darf man nicht ernst nehmen und sind bloss Sprachrohre einer sterbenden Industrie.
Grüsse

Herr Nützi, danke für das Feedback.
Mit keinem Wort stelle ich irgendwelche Klima Massnahmen in Frage. Die Klimaerwärmung ist Tatsache.

Es stört mich aber, wenn von der UNO bezahlte Klimawissenschaftler ihre angeblich naturwissenschaftlich basierten Modelle wirkungsvoll auf politisches Verkaufen und mediale Propaganda trimmen. Neutralität sieht anders aus.

Gesunder Menschenverstand genügt, um zu verstehen, dass die Reduktion des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. Dazu braucht es keine Energiepolitik mit unsinnigen Klimamodellen für den Planungshorizont 2050.

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