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Leserbrief

WEF

Angela Capelli,
21. Januar 2020, 21:50:12

Diese Wirtschft tötet
Am Sonntag, 19. Januar, versammelten sich in Landquart 500 Menschen, um gegen das WEF und für Klimaschutz zu demonstrieren und um sich dann auf eine dreitägige Wanderung nach Davos aufzumachen. Die vornehmlich jungen Organisatoren und Helfer haben den Anlass mit maximalem Einsatz und konsequent durchgeführt – vom veganen Essen, zweistündigem Abwaschen des Geschirrs bis zu den Kompostklos. Von wegen «linke Chaoten» - diese jungen Leute sind bestens informiert, nehmen die Wissenschaftler, allen voran die unserer ETH, ernst und setzen sich mit viel Mühe und Fantasie gewaltfrei für den Klimaschutz ein. Dabei hätten sie allen Grund aus Verzweiflung gewalttätig zu werden: Es geht schliesslich um ihre Zukunft! Es scheint zwar, als ob beim WEF fast alle, allen voran Herr Schwab, die gleichen Ziele wie die Klimaschützer hätten. Tatsächlich jedoch betont dieser, dass alles Engagement für die Umwelt weiterhin freiwillig bleiben soll. Wie auch in den Jahren vorher. Dabei hat sich gezeigt, dass sich ohne gesetzliche Regelungen nichts tut, weil so die egoistischsten, rücksichtslosesten Firmen und Staaten umso mehr belohnt werden, je mehr Sie die Erde und die einfachen Menschen ausbeuten. Ehrliche Firmen sehen dies auch so. Dies gilt auch für die Schweiz, die z.B. durch die von der CS finanziell unterstützte Soja-Lobby in Brasilien Verantwortung für die Brände im Amazonas trägt. Es ist, wie Papst Franziskus sagt: Diese Wirtschaft tötet – letztlich uns alle! Deshalb ist die Konzernverantwortungsinitative so wichtig!

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