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Leserbrief

Ein grosses Dankeschön!

Stefi Costa-Bersinger,
03. Januar 2020, 14:59:01

Wir wohnen im Puschlav, ein schönes Feriengebiet fernab vom städtischen Trubel und Lärm. Nun verbrachte ich den Jahreswechsel für einmal bei meinem Sohn in Chur. Diesen 1. Januar 2020 werden wir so schnell nicht vergessen. Als direkter Nachbar des Hauptstandorts des Kantonsspitals Graubünden erlebten wir an diesem sonnigen Feiertag einen beeindruckenden Einsatz von Rettungskräften, welcher uns vor Augen führte, wie viel Hilfe an diesem Tag benötigt wurde. Rettungshelikopter kamen nonstop angeflogen - auch zwei oder drei gleichzeitig. Bis auf eine kurze Mittagspause war ständig ein landender oder startender Heli in der Luft.

Deshalb möchten wir einmal all denjenigen danken, welche an solchen Tagen einen grossartigen Job leisten, während so viele andere Ferien geniessen.
Der Dank geht natürlich nicht nur an die Luftrettungscrews, sondern auch an das ganze Personal der Spitäler. Es ist schön zu wissen, dass einem im Notfall so schnell geholfen wird. Vielen, vielen Dank!

Wir wünschen Ihnen allen es guets Neus und dass auch Sie noch ein paar freie Tage geniessen können!

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Stefi Costa-Bersinger, Sie wünschen allen es guets Neus und dass auch «Sie noch ein paar freie Tage geniessen können!»
Geniessen?
Alle Neujahre, Jahre, freien und unfreien Tage: sei es Waffenplatz Chur oder Lärm in GR generell, ja, wir wissen es aus Leserbriefen.
Beispiele:
SO 16. Oktober 2012
Leserbrief von Beatrice Schär, Tamins, über Lärm beispielsweise in Tamins (ein befreundetes Ehepaar aus Israel fragt uns «Ist die Schweiz im Krieg?»); Feldis (zwei Tage später, nur müssen wir uns da die Ohren zuhalten, so schlimm ist der Lärm); Wandern vom Glaspass zum Bischolsee (vier Wochen später mit einer deutschen Freundin. Es ist wunderschön. Leider werden wir kurz drauf über eine Stunde lang wieder mit ohrenbetäubendem Lärm terrorisiert. Verärgert und genervt treten wir die Heimreise an.); von Arosa zur Medergenalp (ein paar Tage später, dasselbe Szenario), wo wir einen Zmittag geniessen, nach Langwies. Die Serviertochter verzweifelt: «Der Lärm vertreibt mir alle Gäste. Kann man etwas dagegen tun?» (…).
Siehe meine Kommentare:
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2019-10-29/nachtlaerm-beim-qu…
Sie schreiben:
«Es ist schön zu wissen, dass einem im Notfall so schnell geholfen wird. Vielen, vielen Dank!»
Geholfen?
Dass man im Akutfall froh für Rettung ist (vgl. Negativ-Beispiel KSC, meinen Kommentar: https://www.suedostschweiz.ch/politik/2018-12-22/eine-publikation-die-k… ), ist anzunehmen. Jedoch durch Lärm können Akutfälle entstehen, deshalb sollte er reduziert werden (für Kranke Ruheoasen, ähnlich den Prinzipien von Intensivstation oder SBB-Ruheabteil):
1. meiner Freundin und mir in Chur und vielen Lärm-Opfern gemäss Internet wurde nicht geholfen. Sogar wenn ein hausärztliches Attest dies belegt. Meine Ansicht: Für Spital/Reha gibt man Unsummen aus (Irreversibles kann man für kein Geld wiedergutmachen), während beim Wohnen daheim durch Lärm völlig unnötig die Gesundheit konterkariert wird; einer der grössten Widersprüche, den noch kein Heissluftpolitiker aufgriff, obwohl ich seit Jahren Problem und Lösung präsentiere.
2. dafür sorgen, dass weniger Unfälle entstehen (Beispiel: siehe meinen Kommentar zur schwerverletzten Fünfjährigen in Arosa, die offenbar einsam auf der Piste hinter einer Kuppe stand, als ein Hochgeschwindigkeitsskifahrer in sie fuhr):
https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2019-11-17/skifahrer-pra…
https://www.suedostschweiz.ch/ereignisse/2019-12-29/kleinflugzeug-missg…
https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2020-01-03/auto-kollidie…
3. Rega-Flugplätze nur erlauben ohne jegliche kommerzielle Flüge, die aber offenbar für den angedachten Standort Wiesen bei Davos beabsichtigt sind; und auch die kommerziellen Flüge von Chur zum WEF, das WEF sollte man überdenken, nachhaltig wäre einzig Gesundheitstourismus (damit meine ich: echten).
Fazit:
Dass Sie Ihre Ferientage in Chur «genossen» als «direkter Nachbar des Hauptstandorts des Kantonsspitals Graubünden: Rettungshelikopter kamen nonstop angeflogen - auch zwei oder drei gleichzeitig. Bis auf eine kurze Mittagspause war ständig ein landender oder startender Heli in der Luft» finde ich zwar nicht natürlich, aber Sie scheinen einen wirksamen Trost zu haben: «Wir wohnen im Puschlav, ein schönes Feriengebiet FERNAB vom städtischen Trubel und Lärm.»
Wie schön für Sie. Aber Frauenorganisationen fordern Empathie/Achtsamkeit. Welche Wirkung mag wohl der Lärm auf Anwohner haben, die das chronisch miterleben müssen? Die WHO weiss es und auch das Internet ist voller Belege darüber.
….
Wolfgang Reuss
18.10.2019 - 16:31 Uhr
Liebe Lara Croft, äh... Buchli
sorry, Sie strahlen so viel Umtriebigkeit aus in Ihrem Text, da stand mir automatisch zuerst die andere Lara vor Augen, auch wegen Tomb Raider, denn für Wohnquartiere insbesondere für Chronischkranke benötigen wir Grabesruhe, wohlgemerkt für Lebende, insbesondere kranke Aufzupäppelnde (gemäss meinem Leserbrief im K-Tipp 10/2014, Seite 35: Auf Grabsteinen steht: «Ruhe in Frieden», warum nicht bereits zu Lebzeiten?), denn das ist der physiologisch erforderlich Naturnormalzustand – den fatalerweise teils ausgerechnet diejenigen aus etwas weniger lärmigen Gefilden wie es wohl das Safiental ist, weniger zu schätzen wissen, auch in Lohn GR ist mir der Klangweg ein Rätsel, während die Gebrannten Kinder aus Downtown/Unterland, Chur-Motown nicht zu vergessen, ja nach GR-Tourismus gelockt werden gerade mit dem entstressenden-heilsamen Ruhe-Argument (gemäss der, früher noch bekannten Volksweisheit: "Schlaf ist die beste Erholung" und "Früher gab es Sanatorien im Grünen – Waldbaden, you remember? – Haupttherapeutikum: Stille"; auch die berühmte Burnout-Klinik Susch liegt vorbildlich im Verkehrsknotenpunkt und nahe der Kirchglocken), wobei ich das frappierenderweise nirgends in GR erfüllt sehe, obwohl man es super realisieren könnte, sprich: garantieren, gewährleisten, was in unserer angeblichen Dienstleistungs-Gesellschaft doch selbstverständlich sein sollte.
Zurück zum Fokus Chur (es sei auch auf den fulminanten Leserbrief von Conrad Jon Godly, "Der Tag nach der Schlagerparade" verwiesen, SO 3.10.2019), wo Sie sich offenbar gastronomisch unerwünscht fühlen wegen des Leserbriefs von Johannes Fischer, dem Lärm unerwünscht ist. Nun, lassen Sie mich als Churer Bürger Ihnen flüstern (sofern Sie das bei dem Lärm hier dann noch verstehen): Kommen Sie ruhig (falsches Wort) nach Chur, denn: In der Churer Altstadt dürfte sich der Lärmpegel eh kaum noch mehr nach oben schrauben lassen, da können auch die Safientaler nichts mehr kaputtmachen. Leider. Und mit der Location Number 42 liegen Sie mittig zwischen den Lärm-Hotspots Gansplatz und Obertorbrunnen (by the way nicht nur Hemingway). O graus. Die engen, hohen Altstadt-Gemäuer mit zusätzlichem Hall-/Echo-Effekt, als Quasi-Benefit für Freiluftgastronomie-Users wie Konzert-Amplifier-Insider. Bis spätnachts, oder wars schon der Neue Tag, hörte ich dort schon mehr Lärm als im Industriequartier tagsüber. Sie schreiben, das sei eine Safien-Bar und kein Flugplatz? Schön wärs. Steigende Krankenkassenprämien? Ja, klar. Aber die Churer zahlen mehr, wie die SO dieser Tage vermeldete. Wofür eigentlich, ich würde zuallererst ätiotrop die Lebensbedingungen gesunden/heilen (das Leck im Boot reparieren statt ständig weitere Pumpen teuer zu kaufen)!